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DAX: Vonovia, Patrizia, Siemens Energy, Zalando, Evotec und Deutz die Top-Gewinner

DAX: Vonovia, Patrizia, Siemens Energy, Zalando, Evotec und Deutz die Top-Gewinner
Foto: Immersion Imagery/Shutterstock
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Marion Schlegel 14.12.2023 Marion Schlegel

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist am Donnerstag dem DAX auf seiner Rekordjagd in die Quere gekommen. Anders als von der US-Notenbank Fed blieben klare Signale für baldige Zinssenkungen von den europäischen Währungshütern aus. Nach dem erstmaligen Sprung über die 17.000-Punkte-Marke hemmte dies im Tagesverlauf die anfangs noch entfesselten Anleger.

Created with Highcharts 9.1.2DAX9. Jan6. Feb6. Mär3. Apr1. Mai29. Mai26. Jun24. Jul21. Aug18. Sep16. Okt13. Nov11. Dez13.50014.00014.50015.00015.50016.00016.50017.000
DAX (WKN: 846900)

Der deutsche Leitindex pendelte sich nach einem Spitzenanstieg um 1,4 Prozent noch knapp im Minus ein. Aus dem Handel ging er 0,1 Prozent tiefer bei 16.752,23 Punkten. In der Spitze war er bis auf 17.003 Punkte gestiegen und hatte seine Jahresendrally damit zeitweise auf mehr als 16 Prozent ausgedehnt.

Der MDAX dagegen legte am Donnerstag deutlich um 2,9 Prozent auf 27.198,24 Punkte zu. Hier wurde Nachholbedarf ersichtlich, denn er hat in diesem Jahr bislang deutlich weniger gewonnen als der DAX.

Auf Seiten der Einzelwerte blieb die Zinsfantasie vereinzelt erhalten. Immobilienwerte zum Beispiel verteidigten hohe Kursgewinne, weil die Finanzierungsbedingungen bei fallenden Zinsen wieder günstiger werden. Dies mindert die Kosten und kann die Nachfrage am Wohnungsmarkt wieder ankurbeln. Vonovia etwa kletterten im DAX um 7,8 Prozent nach oben. Das Papier profitierte auch von einer Kaufempfehlung der ING. Patrizia im SDAX gewannen sogar mehr als 16 Prozent an Wert.

Created with Highcharts 9.1.2Vonovia9. Jan6. Feb6. Mär3. Apr1. Mai29. Mai26. Jun24. Jul21. Aug18. Sep16. Okt13. Nov11. Dez141618202224262830
Vonovia (WKN: A1ML7J)

Siemens Energy und Zalando toppten die Rally im DAX allerdings noch mit einem Anstieg um jeweils mehr als neun Prozent. Diese beiden Werte gehören 2023 bislang zu den drei größten Verlierern im deutschen Leitindex. Auch sie werden generell zu den stärker zinssensitiven Indexmitgliedern gezählt.

Dagegen belastete ein Bericht des "Spiegel" über den möglichen Verkauf von Staatsanteilen zwei DAX-Werte: Die Titel der Telekom büßten 3,6 Prozent ein und jene von DHL verloren 1,1 Prozent. Laut dem Magazin will die Bundesregierung mit den Verkäufen die Sanierung der Deutschen Bahn finanzieren.

Im Fokus stand zudem einmal mehr der Antikörper-Spezialist Morphosys. Das Unternehmen hatte bereits am Vorabend eine Kapitalerhöhung angekündigt. Der Platzierungspreis lag bei 30 Euro. Zu Handelsbeginn notierte die Aktie knapp darunter, sie konnte sich aber erholen und schloss am Ende vier Prozent im Minus bei 33,57 Euro.

Extrem stark präsentierte sich mit Evotec ein anderer deutscher Biotechwert. Die Aktie legte am Ende fast elf Prozent auf 20,71 Euro zu und war damit der Top-Gewinner des Tages im MDAX. Das Papier profitierte von einer neuen Kooperation mit der Charité.

Deutlich zulegen konnte im MDAX auch die Aktie von SMA Solar, die am Vortag noch der größte Verlierer war. Hier hatten die Sparpläne der Bundesregierung belastet. Am heutigen Donnerstag präsentieren sie aber von der Hoffnung auf geringere Einschnitte als gedacht sowie der Hoffnung auf sinkende Zinsen.

Beim Motorenbauer Deutz kam es mit einem Anstieg um 8,1 Prozent sehr gut an, dass dieser einige Aktivitäten vom Antriebssystem- und Großmotorenbauer Rolls Royce Power Systems übernehmen will. Der Kaufpreis im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich scheine ein Schnäppchen zu sein, sagte ein Händler.

Created with Highcharts 9.1.2Deutz9. Jan6. Feb6. Mär3. Apr1. Mai29. Mai26. Jun24. Jul21. Aug18. Sep16. Okt13. Nov11. Dez34567
Deutz (WKN: 630500)

(Mit Material von dpa-AFX)

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