Intel hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die Aktie des US-Chipherstellers fällt deutlich zurück. Die Infineon-Aktie lässt dies aber völlig kalt. Die Investoren haben die Prognosesenkung des DAX-Konzerns bereits gut verdaut – und richten den Blick bereits auf die nächsten Zahlen am 7. Mai.
DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich: Für das laufende zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (endet am 30. September) sollten Umsatz und Ergebnis bei Infineon im Rahmen der Erwartungen liegen. Der Umsatz sollte auf dem Niveau des ersten Quartals herauskommen, die Segmentergebnismarge 16 Prozent betragen. DER AKTIONÄR erwartet bei Erlösen von 1,962 Milliarden Euro (Q1: 1,97 Milliarden Euro) ein EBIT von 308,5 Millionen Euro (359 Millionen Euro) einen Gewinn je Aktie von 0,22 Euro (0,24 Euro).
Im Gesamtjahr plant der Vorstand nach der Prognoseanpassung Ende März mit einem Umsatz von 8,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,6 Milliarden Euro) - plus oder minus zwei Prozent. Dabei wird weiterhin ein künftiger Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,15 unterstellt. Die Segmentergebnismarge wird bei 16 Prozent gesehen. Damit könnte am Ende des Jahres ein nahezu unveränderter Gewinn je Aktie von 0,91 Euro zu Buche stehen.
Wie geht es weiter? Hält das positive Momentum an, könnte die Aktie im Vorfeld der Zahlen einen Durchmarsch bis 22,00 Euro versuchen. Die Deutsche Bank sieht ihren Top-Pick sogar erst bei 23,00 Euro fair bewertet. Kurzfristig sollten bei der leicht überkauften Aktie aber auch kleinere Kursrücksetzer einkalkuliert werden. Auf Jahressicht sind weiter steigende Kurse in Richtung 25,00 Euro zu erwarten.