Der Münchner Versicherungskonzern Allianz hat mit seinen Zahlen für das dritte Quartal positiv überraschen können. Zudem wird der Konzern dank glänzender Geschäfte und geringerer Katastrophenschäden optimistischer für das Gesamtjahr. Beim operativen Gewinn peilt man nun den oberen Bereich des bislang in Aussicht gestellten Spanne an.
Im dritten Quartal konnte die Allianz ein operatives Ergebnis von 3,94 Milliarden Euro erzielen. Das sind knapp 14 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum und auch mehr als die von den Analysten im Vorfeld erwarteten 3,84 Milliarden Euro. Der starke Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung, wobei auch das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft ein gutes Wachstum verzeichnete. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss stieg von 2,02 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,47 Milliarden Euro, was ebenfalls über den Erwartungen lag.
Für das Gesamtjahr wird die Allianz nun noch etwas zuversichtlicher. Der operative Gewinn soll nun 14,8 bis 15,8 Milliarden Euro erreichen und damit die obere Hälfte der bisher angepeilten Spanne.
„Die Allianz setzte ihre starke Performance im dritten Quartal fort und erzielte ein starkes Wachstum beim Geschäftsvolumen, beim operativen Ergebnis und beim Periodenüberschuss, während die Finanzkraft weiter gestärkt wurde. Naturkatastrophen haben die finanzielle und operative Widerstandsfähigkeit der Allianz erneut auf die Probe gestellt, Prüfungen, die wir erfolgreich bestanden haben. Dies spiegelt sich in unserer Zuversicht wider, in diesem Jahr ein operatives Ergebnis in der oberen Hälfte unserer Zielspanne zu erwarten“, kommentierte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz.
Die Aktie der Allianz reagiert im frühen Handel auf Tradegate mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 287,60 Euro auf die Zahlen. DER AKTIONÄR sieht sich in seiner positiven Einschätzung bestätigt und rät dazu, die Gewinne laufen zu lassen. Auch für Neueinsteiger ist es noch nicht zu spät für einen Kauf. Ein Stoppkurs bei 230,00 Euro sichert das Investment nach unten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.