Lange Zeit war es ruhig bei Evotec. Heute hat der Hamburger Wirkstoffforscher aber positive News aus der langjährigen Neurologie-Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb melden können. Der Aktie verlieh dies aber keinen Auftrieb. Im Gegenteil: Das Papier geriet deutlich unter Druck und ist sogar der schwächste Wert des Tages im MDAX.
Der jüngste Erfolg aus der Partnerschaft mit Bristol Myers Squibb hat eine Forschungszahlung von 20 Millionen Dollar an Evotec ausgelöst. Dies ermöglicht die weitere Entwicklung eines vielversprechenden präklinischen Programms zur Neurodegeneration. Seit dem Beginn ihrer strategischen Neurologie-Partnerschaft im Dezember 2016 arbeiten Evotec und Bristol Myers Squibb gemeinsam daran, krankheitsmodifizierende Therapien für ein breites Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen zu identifizieren. Während sich die derzeit zugelassenen Therapien in erster Linie auf die Behandlung von Symptomen konzentrieren, zielt diese Partnerschaft darauf ab, neue Therapien zu entwickeln, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder aufhalten können, um damit einen erheblichen ungedeckten medizinischen Bedarf zu adressieren, so Evotec.
Die Aktie von Evotec kann davon allerdings nicht profitieren. Sie ist mit einem Minus von fast zehn Prozent der größte Verlierer des Tages im MDAX. Mit dem heutigen Kursrutsch ist die Aktie unter die wichtige Unterstützung in Form der 200-Tage-Linie gefallen. Damit wurde ein neues Verkaufssignal ausgelöst.
Anleger müssen also weiter auf die klare Trendwende nach oben bei der Aktie warten. Im Fokus steht nun der Jahresbericht, der am 17. April veröffentlicht wird. Bereits Ende März wird die bisherige Finanzchefin Laetitita Rouxel das Unternehmen verlassen, was das Wiedererlangen des Vertrauens der Anleger sicher erschwert. Die Entscheidung der Finanzchefin hatte Evotec vor wenigen Tagen veröffentlicht. Anleger bleiben bei der Aktie derzeit außen vor.