Vonovia trotzt den Herausforderungen der Immobilienbranche und setzt wieder auf Wachstum. Der Konzern profitiert von steigenden Mieten und einer stabilen Nachfrage. Die heute vorgestellten Jahreszahlen für 2024 bestätigen den Kurs. Für Aktionäre gibt es zudem positive Nachrichten in Sachen Dividende.
Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia zeigt sich trotz der anhaltenden Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt zuversichtlich. „Wir kommen früher aus der Krise als viele andere“, erklärte CEO Rolf Buch am Mittwoch bei der Präsentation der Jahreszahlen für 2024. Das Unternehmen will seinen Wachstumskurs fortsetzen und profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen Metropolen.
Die Mieten in Vonovia-Wohnungen stiegen 2024 im Durchschnitt um 3,5 Prozent auf 8,01 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt der Wert leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,89 Euro pro Quadratmeter per Ende Dezember. Der Konzern konnte insbesondere in Ballungszentren stabile Erträge generieren.
Auch operativ zeigte sich eine positive Entwicklung: Das bereinigte EBITDA erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro. Dabei profitiert das Unternehmen von Zusatzleistungen wie der Verwaltung und Instandhaltung von Wohnraum. Der bereinigte Vorsteuergewinn (FFO) ging jedoch um 3,6 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro zurück, was insbesondere auf gestiegene Zinsaufwendungen zurückzuführen ist. Dennoch erfüllte Vonovia mit den Zahlen die Analystenerwartungen.
Unter dem Strich verzeichnete Vonovia zwar erneut einen Verlust, doch dieser fiel mit 962 Millionen Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr. 2023 hatte der Konzern noch massive Abschreibungen auf sein Portfolio vorgenommen und dadurch ein Minus von fast 6,8 Milliarden Euro verbucht.
Ein erfreuliches Signal an die Aktionäre: Die Dividende soll auf 1,22 Euro je Aktie steigen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen lediglich 90 Cent je Aktie ausgeschüttet. Analysten hatten mit einer etwas geringeren Ausschüttung gerechnet.
Vonovia bestätigte zudem seine Ziele für 2025. Trotz weiterhin hoher Finanzierungskosten setzt der Konzern auf die anhaltende Wohnraumnachfrage und sieht sich gut aufgestellt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. "Unsere Strategie trägt Früchte. Wir werden unser Portfolio weiterhin optimieren und nachhaltige Renditen für unsere Investoren erwirtschaften", betonte Buch.
Vonovia hat ordentliche Zahlen für 2024 abgeliefert. Ob das ausreicht, um den Aktie wieder Schwung zu verleihen, bleibt aber abzuwarten. Charttechnisch ist sie nach wie vor stark angeschlagen und daher kein Kauf.