AppLovin ist in den vergangenen Tagen ordentlich unter die Räder gekommen. Nach einer erneuten Short-Attacke ging es allein am Donnerstag um rund 20 Prozent nach unten. Doch am Freitag erholt sich die Aktie wieder. Grund dafür sind vor allem diese Worte. Doch sollten Anleger jetzt wieder bei AppLovin zugreifen?
Wie DER AKTIONÄR berichtete, hat der Short-Seller Muddy Waters Research jüngst schwere Vorwürfe gegen AppLovin erhoben. Unter anderem soll der US-Konzern personalisierte Werbung an Nutzern ausspielen – ohne deren Zustimmung und entgegen den Richtlinien der App-Stores. Zudem gäbe es eine hohe Zahl an Werbekunden, die sich von AppLovin abwenden würden. Demnach läge die Churn Rate – ein Maß für die Kundenabwanderung bei rund 23 Prozent.
Nachdem der Muddy-Waters-Bericht den Aktienkurs von AppLovin am Donnerstag um fast ein Fünftel hat einbrechen lassen, schlägt Firmenchef Adam Foroughi noch vor dem Wochenende zurück. Laut Foroughi können einige der Vorwürfe gegen die AXON-Plattform des Unternehmens mit KI-Modellen wie Grok „innerhalb von Minuten“ widerlegt werden.
Gleichzeitig wurde der Anwalt Alex Spiro, ein Partner der Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan damit beauftragt, eine unabhängige Überprüfung und Untersuchung der jüngsten Kurzberichtaktivitäten durchzuführen, die auf das Unternehmen abzielen. „Wir sind fest entschlossen, das Unternehmen, seine Geschäfte und seinen Ruf vor denen zu verteidigen, die den Markt durch falsche Narrative manipulieren wollen", sagte Foroughi. „Wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass die Fakten bekannt werden und unsere Mitarbeiter, Aktionäre und Partner geschützt werden.“
An der Börse nehmen die Anleger die Worte des AppLovin-Ceo positiv auf: Die Aktie steigt zeitweise um sieben Prozent. Zuletzt stand noch ein Plus von viereinhalb Prozent zu Buche.
AppLovin muss nun das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf.