Seit Tagen steht die Aktie von Microsoft gemeinsam mit anderen großen Tech-Werten der "glorreichen Sieben" unter Druck. Schuld sind unter anderem Gerüchte, wonach Microsoft möglicherweise seine Investitionen in Rechenzentren im Bereich KI zurückfahren könnte. Das bringt den AKTIONÄR-Depot-Wert nun in charttechnisch wichtige Regionen.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine Analyse der US-Investmentbank TD Cowen berichtet, hat der Software-Riese begonnen, das Leasing von KI-Rechenzentren zurückzuschrauben. Laut TD Cowen habe Microsoft Mietverträge für Rechenzentrums-Kapazitäten in den USA mit einer Gesamtkapazität von "ein paar hundert Megawatt" gekündigt.
Dies werfe die Frage auf, ob das Unternehmen mehr KI-Rechner baut, als es langfristig benötigt. Microsoft hatte ursprünglich angekündigt, im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich 80 Milliarden US-Dollar für KI-Rechenzentren auszugeben.
Das Analysehaus Jefferies hat jedoch die Einstufung für Microsoft auf "Buy" belassen. Ein teilweiser Rückzug des IT-Riesen aus dem Leasing von Datenzentren sei der Tatsache geschuldet, dass der Konzern bereits 2023 und im ersten Halbjahr 2024 große Datenzentren-Kapazitäten angemietet habe, schrieb Analyst Brent Thill am Montag. Eine Phase der "Verdauung" sei mithin unausweichlich gewesen. Er hält weiterhin am von 550 US-Dollar fest.
Doch am Markt werden Tech-Werte seit einigen Tagen eher ver- als gekauft. Die Microsoft-Aktie steht dem nicht nach. Seit vergangenem Freitag, als der Dow Jones Wert noch bei 418 Dollar notierte, hat die Aktie rund sieben Prozent verloren. Am heutigen Freitag wird die Aktie bei 389 Dollar gehandelt.

Damit hat die Aktie eine charttechnisch bedeutsame Zone erreicht. Denn bei gut 389 Dollar hatte die Microsoft-Aktie im April und August 2024 zwei markante Zwischentiefs (siehe Chart). Darunter bietet noch das Zwischenhoch von Ende November 2023 bei 384 Dollar eine Unterstützung. Sollte auch diese Marke nachhaltig unterschritten werden, müsste mit weiteren Kursverlusten Richtung 364 Dollar gerechnet werden.
Diese Gefahr besteht durchaus, da die gleitenden Durchschnitte GD50 und GD200 kürzlich ein "Todeskreuz" ausbildeten, worauf oft – nicht immer – kurzfristig weitere Kursrückgänge folgen.
Microsoft mag im Bereich KI Investitionen zurückfahren. Gleichzeitig werden in den kommenden Jahren weitere Milliarden im Cloud-Bereich investiert. Zudem ist der Tech-Gigant auch in der Quantentechnologie engagiert, präsentierte vor kurzem mit dem "Majorana 1" einen revolutionären Quantenchip. Die Investitionen werden sich langfristig auszahlen.
Trotz der kurzfristig charttechnischen Eintrübung bleibt DER AKTIONÄR weiterhin zuversichtlich für die weitere Kursentwicklung der Microsoft-Aktie gestimmt. Für den AKTIONÄR-Depot-Wert wurde ein Kursziel von 560 Euro ausgegeben. Seit dem ersten Kauf im März 2020 hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.
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Es gab nämlich eine Rundum-Erneuerung: Microsoft entwickelte eine alle Unternehmensbereiche umfassende Strategie für den künftigen Umgang mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Mixed Reality. "Hit Refresh" zeigt, wie man mit Empathie und Energie das Beste aus den Möglichkeiten des technischen Fortschritts herausholt.
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Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien der Microsoft befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Enthält Material von dpa-AFX