Der Abschied von Konzernchef Stephan Sturm kommt am Montag bei den Fresenius-Anlegern sehr gut an. An der Börse setzt sich das Papier zu Wochenbeginn an die DAX-Spitze. Die Analysten von Berenberg halten nach dem geplanten Wechsel im Management optimistisch gestimmt.
Am Markt hieß es, es handele sich um einen von Anlegern erhofften Schritt angesichts des Aktien-Kurses, der mittlerweile auf das niedrigste Niveau seit 2012 gesunken ist. Diese Ansicht teilt auch der Berenberg-Experte Tom Jones: "Nahezu alle Herausforderungen, denen sich Fresenius in den vergangenen Jahren stellen musste, sind nicht hausgemacht. Der Aktien-Kurs spricht aber dennoch für sich", so der Experte. Michael Sen folgt auf Sturm und soll den Konzern wieder auf Kurs bringen.
Analyst Jones rät unverändert zum Kauf der Aktie des Gesundheitskonzerns, der faire Wert wird auf satte 54,95 Euro beziffert. Das Kursziel liegt satte 113 Prozent über dem aktuellen Kursniveau.
Sen könnte für einen Strategiewechsel bei Fresenius sorgen. Auch eine weitere Aufspaltung des Konzerns hält DER AKTIONÄR für realistisch. Das könnte wiederum verborgene Werte heben – und mittel- bis langfristig der DAX-Aktie wieder Schwung verleihen. Anleger sollten sich den Titel auf die Watchlist setzen.
(Mit Material von dpa-AFX)