Während sich der Gesamtmarkt am Freitag vom jüngsten Rücksetzer erholt, verliert die Aktie von Siemens Energy einmal mehr an Boden. Noch immer kann sich der MDAX-Titel nicht nachhaltig von den Rekordtiefs von Anfang Juli lösen. Die Citigroup macht sich nun auch noch Sorgen wegen der geplanten Übernahme von Siemens Gamesa.
Für 18,05 Euro je Aktie will Siemens Energy die Windkrafttochter komplett übernehmen, um die Probleme der vergangenen Monate endlich in den Griff zu bekommen. Citi-Analyst Vivek Midha rechnet damit, dass die Übernahme zu diesen Bedingungen zustande kommt.
Das Problem sei, dass für die Finanzierung eine höhere Schuldenaufnahme nötig sei als gedacht, so Midha, der Siemens Energy wieder neu in die Bewertung aufgenommen hat. Sorgen um die Bilanz seien unter den aktuellen Marktbedingungen deshalb durchaus ein Thema. Der Experte blickt zwar konstruktiv auf Siemens Energy, um noch positiver zu werden, brauche es aber auch mehr Belege für eine Stabilisierung von Gamesa. Die Einstufung lautet deshalb „Neutral“ mit Kursziel 16 Euro.
Siemens Energy ist günstig bewertet, doch nachhaltige Kurse hängen stark daran, dass die Probleme bei Siemens Gamesa behoben werden. Erst wenn hier Besserung zu erkennen ist, wird die Aktie für Anleger wieder interessant. Bis dahin gilt: Abwarten!