Vor dem Start des Kapitalmarkttags am heutigen Dienstag in New York hat Wirecard wie erwartet die Prognosen der „Vision 2025“ angehoben. Nach dem positiven Wochenauftakt beschert das der Aktie am Morgen weiteren Rückenwind.
„Starke, sich weiter beschleunigende organische Wachstumstreiber und leistungsstarke Partnerschaften wie mit Softbank haben das Management zu einer Erhöhung der für das Jahr 2025 angestrebten Kernkennzahlen Transaktionsvolumen, Umsatz und EBITDA bewogen“, teilte der Zahlungsabwickler am Morgen mit.
Demnach strebt Wirecard im Jahr 2025 nun Transaktionsvolumen von mehr als 810 Milliarden Euro an (bisher: mehr als 710 Milliarden Euro). Der Umsatz soll bis dahin statt mindestens zehn Milliarden Euro nun mindestens zwölf Milliarden Euro betragen. Unter dem Strich erwartet das Management einen operativen Gewinn (EBITDA) von über 3,8 Milliarden Euro , statt bisher mindestens 3,3 Milliarden Euro.
Die Ziele für das laufende Jahr und der „Vision 2020“ wurden bereits bei der Vorlage der Halbjahresbilanz im August angehoben und blieben diesmal unverändert.
Auf drei Säulen zum Erfolg
Um diese Ziele zu erreichen, will sich Wirecard künftig verstärkt auch auf große Unternehmen als Kunden und Geschäftspartner konzentrieren und verspricht sich davon eine „wesentliche Steigerung der abgewickelten Transaktionsvolumina – bei gleichzeitiger Realisierung gewinnbringender Skaleneffekte“.
Produktseitig setzt Wirecard auf eine Weiterentwicklung des Payment-Ökosystems und dessen Erweiterung um digitale Finanzdienstleistungen und datenbasierte Mehrwegdienste.
Zudem soll die globale Präsenz von Wirecard in den kommenden Jahren „stark ausgebaut“ werden.
Weitere Details im Tagesverlauf
Beim heutigen Kapitalmarkttag in New York werden sich ab 16 Uhr deutscher Zeit Mitglieder des Top-Managements zur Geschäftsentwicklung von Wirecard äußern. Für Aktionäre dürfte es ab 19 Uhr besonders spannend werden, wenn sich laut Agenda Finanzvorstand Alexander von Knoop und Vorstandschef Markus Braun zu Finanzen und Ausblick von Wirecard äußern werden.
Dabei könnte Wirecard womöglich noch Details zu möglichen Aktienrückkäufen verraten. Entsprechendes hatte das das Unternehmen Mitte September selbst ins Spiel gebracht, nachdem die Platzierung von Anleihen insgesamt 1,4 Milliarden Euro in die Kasse gespült hatte.
DER AKTIONÄR bleibt für Sie am Ball und hält Sie an dieser Stelle auf dem Laufende.
Der Wirecard-Aktie genügt am Dienstagmorgen aber zunächst die Anhebung der Prognose, um an die Gewinne vom Vortag anzuknüpfen. Im vorbörslichen Handel bei Tradegate geht es um weitere zwei Prozent bergauf. DER AKTIONÄR setzt auch im Aktien-Musterdepot und im Real-Depot auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung samt neuer Höchststände.
Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.