Weltweit werden Milliardensummen in die Bahninfrastruktur investiert. Ein Trend, der auch Vossloh mit seinen Produkten und Dienstleistungen rund um den Fahrweg Schiene in die Karten spielt. Das dürften die nächsten Zahlen aus Sicht des AKTIONÄR belegen. Die Aktie steht vor einem massiven Kaufsignal.
Die Orderbücher bei Vossloh sind prall gefüllt. Die Auftragseingänge überschritten mit 1,03 Milliarden Euro (+8,5 Prozent) erstmals in den ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres die 1-Milliarden-Euro-Marke. Bei einem Auftragsbestand von 852 Millionen Euro lag das Book-to-Bill-Verhältnis bei starken 1,2.
„Die Auftragslage ist hervorragend, umsatzseitig erwarten wir, im Jahr 2024 wie angekündigt in etwa den Rekordumsatz des Jahres 2023 zu wiederholen – trotz des Auslaufens einiger bedeutender Neubauprojekte, die zum starken Wachstum im Jahr 2023 beigetragen haben“, so der Firmenchef Oliver Schuster gegenüber dem AKTIONÄR. „Beim EBIT werden wir ebenfalls wieder ein spürbares Wachstum zeigen und auch der Free Cash Flow wird erneut sehr stark sein.“ Die ersten Eckdaten dürften bald über die Nachrichtenticker laufen.
Noch wichtiger ist der Blick nach vorn: „Mit der hervorragenden Auftragslage im Rücken gehen wir für das kommende Jahr wieder von einem deutlichen Wachstum aus“, gibt Schuster die Richtung vor. Passend dazu hat Vossloh seine Positionierung als führendes Unternehmen in der Bahninfrastruktur durch gezielte, strategisch bedeutende Akquisitionen gestärkt.
Nach der Übernahme der beiden Serviceanbieter FAS in Frankreich und STG in Schweden steht nun mit dem Kauf des französischen Betonschwellenherstellers Sateba die größte Akquisition in der Firmengeschichte bevor. „Der gesamte Prozess verläuft planmäßig, und wir erwarten, dass wir die verbleibenden Genehmigungen ebenfalls in den nächsten Wochen erhalten und die Akquisition wie kommuniziert im Frühjahr 2025 vollziehen können“, so Schuster, der den Deal als „wichtigen Meilenstein in der Wachstumsstrategie“ einordnet. Hintergrund: Sateba hat für das Jahr 2024 einen Umsatz in der Größenordnung von 340 Millionen Euro avisiert. Mit Blick auf die Profitabilität weist Sateba sogar eine höhere EBIT-Marge auf als Vossloh. Auch hier behalten wir den Ticker im Auge.
„Die weltweiten Infrastrukturprogramme sind ein zentraler Wachstumstreiber für unser Geschäft“, weiß Schuster. „Wir erleben einen globalen Trend zur Stärkung der Schiene in einem bislang nie dagewesenen Ausmaß.“
Auf dem Kapitalmarkttag hat der Firmenchef daher auch ambitionierte Ziele vorgestellt: „Wir streben langfristig ein organisches Wachstum von durchschnittlich mindestens fünf Prozent pro Jahr an. Dieses Wachstum wird mit einem spürbaren und stetigen Anstieg des EBIT einhergehen.“
Die Aktie steht bei vielen institutionellen Investoren hoch in der Gunst. Nicht ohne Grund: Die starke Mischung aus nachhaltigem Wachstum und steigender Profitabilität ist mit einem 2025er-KGV von 14 auch mit Blick auf die Peergroup nicht wirklich eingepreist. Zahlen und Ausblick sollten der Aktie daher helfen, die charttechnische Hürde bei 50 Euro nachhaltig zu überwinden. Dann wäre der Weg für eine Trendfortsetzung in Richtung 60 Euro und mehr geebnet. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot mit Hebel auf steigende Kurse.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Derivate auf Vossloh befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.