Die Erholung an der Wall Street hat am Dienstag schnell wieder ein Ende gefunden. Vor allem neue Konjunkturdaten belasteten und schmälerten die Hoffnung auf Zinssenkungen. Der Leitindex Dow Jones ging am Ende mit minus 0,62 Prozent auf 41.581 Zählern aus dem Handel, der technologielastige Nasdaq 100 verlor sogar 1,66 Prozent auf 19.483 Punkte.
Die Import- und Exportpreise in den USA haben sich im Februar überraschend stark entwickelt, was für eine hartnäckige Inflation spricht. Die Fed, die am Mittwoch ihren Leitzins auf der Sitzung unverändert lassen dürfte, steht somit weniger unter Druck, was weitere Zinssenkungen in Zukunft angeht. Denn auch Konjunkturdaten aus der Baubranche und der Industrie fielen besser aus als erwartet.
Zudem bleibt die Zollpolitik von Donald Trump ein Damoklesschwert. Der Präsident hatte eine Rezession in den USA nicht ausgeschlossen. Derweil hat Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin telefoniert. Putin soll dabei eine Aussetzung aller Waffenlieferungen an die Ukraine während des von Trump vorgeschlagenen Waffenstillstands gefordert haben. Zunächst einmal will Russland zumindest die ukrainische Energieinfrastruktur verschonen.
Big Tech erneut schwach
Unter den Einzelaktien stand Nvidia im Fokus. Konzernchef Jensen Huang hat auf der GTC-konferenz des Konzerns zum Thema KI gesprochen. Dabei wurden etwa die neuen Chipgenerationen Blackwell Ultra und Vera Rubin vorgestellt. An der Börse sorgt die Rede aber nicht für Ekstase, Nvidia kam im schwachen Tech-Umfeld unter Druck und verlor 3,5 Prozent.
Verluste von gut zwei Prozent gab es auch bei Alphabet. Die Google-Mutter will den Datensicherheitsspezialisten Wiz für 32 Milliarden Dollar übernehmen. Im vergangenen Sommer waren die Pläne noch gescheitert.
Auch Tesla setzte die Talfahrt vom Montag fort. Neue Konkurrenz aus China, schwache Auslieferungszahlen und die Angst vor den Folgen des umstrittenen politischen Engagements von CEO Elon Musk drücken nach wie vor auf die Stimmung und sorgten für ein Minus von rund fünf Prozent.
Deutliche Gewinne gab es dagegen beim Tesla-Rivalen Lucid. Hier hat Morgan Stanley die Verkaufsempfehlung gestrichen und die Aktie auf „Neutral“ hochgestuft. Das sorgte für ein Plus von letztlich neun Prozent.
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