Der DAX hat am Freitag getragen von der Einigung von Union und SPD mit den Grünen auf milliardenschwere Investitionspakete einen ordentlichen Schlussspurt hingelegt. Er ging mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 22.986,82 Zählern aus dem Handel. Das zuvor eingefahrene deutliche Wochenminus konnte damit nahezu komplett ausgeglichen werden. Zum Start in die neue Woche fehlt allerdings zunächst der große Schwung. Der Broker IG taxiert den DAX am Montagmorgen 0,1 Prozent im Plus bei 23.017 Zählern.
Neben den Schuldenpaketen sowie den Zöllen, die die Märkte in der vergangenen Woche weiter in Atem gehalten haben, steht in dieser Woche zudem weiter der Ukraine-Krieg im Blickfeld. Auf der Terminseite ist es zum Wochenstart derweil recht ruhig. Die UBS und Grand City Properties legen ihre Geschäftsberichte vor. Auf der Konjunkturseite stehen am Nachmittag die Einzelhandelsumsätze für Februar in den USA im Blickfeld.
Die Aktie der DHL Group steht zu Wochenbeginn im Fokus. Deutlich mehr Bundesbürger haben sich 2024 über die Deutsche Post und ihre Wettbewerber beschwert als bislang bekannt. Im Blickfeld steht auch ProSiebenSat.1. Hier gibt es Spekulationen, dass die US-Investmentgesellschaft General Atlantic mit zehn Prozent einsteigen und damit neuer Großaktionär wird. Und auch Airbus bleibt im Blick. Hier hat die US-Bank JPMorgan das Kursziel von 180 auf 195 Euro angehoben. Analyst David Perry verwies darauf, dass Airbus immer noch der größte Rüstungskonzern Kontinentaleuropas sei und hier die Chancen wohl besser als bislang gedacht seien.
Im Fokus bleiben zudem die Vorwochengewinner und -verlierer im DAX. Rheinmetall mit einem Plus von mehr als 20 Prozent ist hier unangefochtener Spitzenreiter, gefolgt von Siemens Energy und der Deutschen Börse. Am DAX-Ende waren die Papiere von Henkel, Daimler Truck und Adidas zu finden. Spannend wird es am Dienstag. Dann entscheidet der Bundestag über die geplante Reform der Schuldenbremse.
Gold und Bitcoin traten zuletzt auf der Stelle. Der Bitcoin notiert am Montagmorgen bei 82.843 Dollar. Der Goldpreis hatte am Freitag erstmals die Marke von 3.000 Dollar überwinden können, rutschte aber direkt wieder darunter zurück. Derzeit kostet eine Feinunze 2.988 Dollar.
Die US-Börsen zeigten sich am Freitag von ihrer starken Seite. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg 1,7 Prozent auf 41.488,19 Zähler. Der marktbreite S&P 500 legte 2,1 Prozent zu auf 5.638,94 Zähler. Und der technologielastige Nasdaq 100 gewann 2,5 Prozent auf 19.704,64 Punkte.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montagmorgen derweil uneinheitlich. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte gut ein Prozent zu. Der Hang Seng in Hongkong gewann zuletzt 0,8 Prozent. Der CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien gab hingegen 0,3 Prozent nach.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.