Allianz Global Investors (AllianzGI) hat heute den Transfer seiner US-Investmentteams und der von ihnen verwalteten Vermögen zu Voya Investment Management (Voya IM) abgeschlossen. Der Schritt war nötig geworden, um mit den US-Aufsichtsbehörden den Structured-Alpha-Skandal aus der Welt zu schaffen. Die Allianz sollte jetzt einen Haken unter die Sache machen können.
Die (aufgezwungene) strategische Partnerschaft mit Voya IM umfasst eine globale Vertriebsvereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sowie eine 24-prozentige Beteiligung der Allianz am amerikanischen Vermögensverwalter. Die auf Voya IM übertragenen Vermögenswerte belaufen sich laut AGI auf 101 Milliarden Dollar, wovon mehr als zwei Drittel für AGI-Kunden außerhalb der USA gemanagt werden.
Es heißt, dass beim Übergang kaum Kunden abgesprungen seien. Tobias Pross, CEO von AGI, kommentierte den Abschluss der Transaktion: "Wir sind stolz auf die erfolgreiche Übertragung der Investmentteams und Vermögenswerte in einem sehr engen Zeitrahmen. Dies war nur möglich durch die Unterstützung seitens der Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt."
Die Aktie kann sich in einem freundlichen Umfeld wieder leicht verbessern. Es ist wichtig, dass die Allianz den Fall jetzt abschließen kann und Gras über die Structured-Alpha-Affäre wächst. Offensichtlich hat der Versicherer aber einiges an Vertrauen verspielt, weil sich der Kurs gar nicht erholen will.
Fundamental betrachtet ist die Allianz äußerst günstig bewertet. Das sehen auch viele Analysten so. Doch der Abwärtstrend, der im April begonnen hat, ist immer noch intakt. Geduld ist gefragt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz