Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat in der vergangenen Handelswoche die detaillierten Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal vorgelegt. Eckdaten sowie eine leichte Erhöhung der Prognose gab es bereits im Juli. Mittlerweile haben die Analysten das Zahlenwerk genauer unter die Lupe genommen – und sehen mitunter großes Potenzial.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Lanxess auf "Buy" mit einem Kursziel von 26 Euro belassen. Die endgültigen Quartalszahlen des Chemiekonzerns hätten das vorab veröffentlichte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) bestätigt und Details zur Sparten- und Barmittelentwicklung enthalten, schrieb Analystin Georgina Fraser in einer am Freitag im Tagesverlauf aktualisierten Studie. Sowohl der Barmittelzufluss als auch die deutlich gesunkene Verschuldung hätten positiv überrascht. Die Expertin senkte ihre Ebitda-Schätzungen für 2025 und 2026.
Indes hat Deutsche Bank Research den fairen Wert für Lanxess anlässlich der jüngst veröffentlichten Quartalszahlen von 28 auf 27 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Er habe seine Schätzung für das operative Ergebnis (Ebitda) des Chemiekonzerns in diesem Jahr gesenkt, erklärte Analyst Tristan Lamotte. Damit trage er den gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Risiken Rechnung.
Noch deutlich bullisher gestimmt sind die Experten des Analysehauses Warburg Research. Deren Analyst Oliver Schwarz hat das Kursziel für die MDAX-Titel von 36,50 auf 38,50 Euro angehoben. Dies liegt satte 66 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs. Dementsprechend wurde die Einstufung auf "Buy" belassen. Das endgültige Zahlenwerk des Chemieunternehmens habe den vorläufigen Zahlen entsprochen, so Schwarz. Positiv habe die nicht-operative Entwicklung überrascht.
Auch DER AKTIONÄR sieht mittel- bis langfristig enormes Potenzial für die günstig bewertete Lanxess-Aktie. Da der Chart aber weiterhin etwas angeschlagen ist, drängt sich vorerst noch kein Einstieg auf. Wer bereits investiert ist, beachtet weiterhin den Stopp bei 19,50 Euro.
Mit Material von dpa-AFX