Die Aktie von Lanxess kann in einem freundlichen Marktumfeld heute wieder deutlich zulegen. So verteuern sich die Papiere aktuell um vier Prozent. Der Spezialchemiekonzern aus Köln profitiert von den sinkenden Öl- und Gaspreisen sowie natürlich von den Hoffnungen auf ein Ende des Krieges in der Ukraine.
Denn diesbezüglich wollen sich der neue US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin "in nicht allzu ferner Zukunft" vermutlich in Saudi-Arabien treffen. Trump hatte bekanntlich immer wieder angekündigt, dass er den Krieg relativ rasch beenden werde. Nun blickt die Welt gespannt darauf, was seine konkreten Pläne sind.
Da Chemieaktien wie Lanxess besonders stark unter den Folgen des Krieges litten, der im Februar 2022 durch den russischen Angriff begann, werden sie angesichts der Hoffnungen auf Frieden nun wieder gesucht. Allerdings haben die deutschen Chemiefirmen in den vergangenen drei Jahren auch zahlreiche Anstrengungen unternommen, um nachhaltig unabhängiger von billigem russischem Erdgas zu werden. Die positiven wirtschaftlichen Effekte eines Waffenstillstands in der Ukraine werden vermutlich eher nicht direkt einen großen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung von Lanxess & Co haben.
Der Lanxess-Aktie ist durch den heutigen Kurszuwachs der Sprung über das bisherige 52-Wochen-Hoch gelungen. Glückt auch es dem Kurs auch noch, das Zwischenhoch aus dem Juli 2023 zu überwinden, wäre der Weg nach oben rein charttechnisch betrachtet zunächst frei bis in den Bereich um 34 Euro.
Fundamental betrachtet bleibt es dabei: Lanxess ist vergleichbar wie Covestro im Jahre 2023 vor den aufkommenden Übernahmegerüchten sehr günstig bewertet. Gut möglich, dass weitere Investoren dem Beispiel von David Einhorn folgen und sich beim Spezialchemiekonzern einkaufen. Der MDAX-Titel bleibt für Mutige weiterhin attraktiv. Der Stoppkurs sollte nun auf 21,50 Euro nachgezogen werden.