Deutlich nach oben geht es heute bei der Aktie von Intel. Nachdem zuletzt noch Verschiebungen beim Produktionsstart eines riesigen Werks im US-Bundesstaat Ohio für Missstimmung sorgte, lässt heute eine Nachricht in Zusammenhang mit Nvidia und Intel aufhorchen. Die Aktie von Intel gewinnt aktuell auf der Handelsplattform Tradegate mehr als fünf Prozent.
Wie zwei Insider gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärten, würden der Chipentwickler Nvidia und Broadcom Produktionstests mit Intel durchführen, was von frühem Vertrauen in die fortschrittlichen Produktionstechniken des angeschlagenen Unternehmens zeugt. Die Tests deuten drauf hin, dass beide Unternehmen möglicherweise kurz davor sind, Fertigungsaufträge im Wert von Hunderten von Millionen Dollar an Intel zu vergeben.
Für Intel käme dies wie gerufen. Zuletzt musste der Chipriese nach dem Werk in Magdeburg auch den Start einer riesigen Fabrik im US-Bundesstaat Ohio verschieben. Sie sollte ursprünglich in diesem Jahr die Produktion aufnehmen, das verzögerte sich dann bereits um bis zu drei Jahre. Jetzt will Intel den ersten Teil des Werks 2030 zu Ende bauen, mit einem Produktionsbeginn im selben Jahr oder 2031. Aus dem zweiten Teil sollen 2032 erste Chips kommen.
Intel war einst ein Vorreiter der Halbleiter-Branche, geriet in den vergangenen Jahren aber in die Krise. Seit dem 2020er-Hoch bei 69,29 Dollar hat die Aktie massiv korrigiert. Ihren Tiefpunkt erreichte sie im September vergangenen Jahres bei 18,51 Dollar. Seitdem hat sich das Papier aber stabilisiert. Eine mögliche Aufspaltung des Konzerns hat die Aktie zuletzt unterstützt.
DER AKTIONÄR hat die Aktie von Intel im September vergangenen Jahres bei 20,34 Euro zum Kauf empfohlen. Seitdem konnte sie knapp 20 Prozent zulegen. Gerade im Hinblick auf die jüngsten Spekulationen sollten Anleger in jedem Fall die Gewinne laufen lassen. Intel befindet sich auch im Global AI Index des AKTIONÄR. Alle wichtigen Infos dazu finden Sie hier.
Enthält Material von dpa-AFX
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.