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Gold: Jetzt spricht der Agnico-Chef

Gold: Jetzt spricht der Agnico-Chef
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Markus Bußler 28.09.2020 Markus Bußler

Der Goldpreis bleibt in der Konsolidierung gefangen. Auch zum Auftakt der neuen Woche steht der Goldpreis unter Druck. Nach wie vor lastet der stärkere US-Dollar auf dem Edelmetall. Zwar konnten einige Goldminen in Australien heute zulegen. Doch insgesamt lastet der Rückgang bei Gold und Silber auch auf den Minenaktien. Doch bedeutet dies, dass der Bullenmarkt bei den Edelmetallen bereits wieder zu Ende ist?

Nein, meint zumindest Sean Boyd, CEO des Goldproduzenten Agnico Eagle. Er hatte bereits Anfang des Jahres in einem Interview gesagt, er sieht Gold auf über 2.000 Dollar im Jahr 2020 steigen. Damals war das noch eine mutige Prognose. Mittlerweile ist sie eingetreten. Boyd sagt, er sei noch nie so bullish für Gold gewesen wie in den letzten Monaten und daran habe sich auch nichts geändert. Die Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken als Reaktion auf Covid 19 habe das Szenario für den Goldpreis nur noch einmal verbessert. Er erinnert noch einmal an das Sentiment im Jahr 2015, als Gold bei 1.050 Dollar stand. „Damals hat jeder gesagt: 2.000 Dollar, ob wir jemals dorthin kommen?“ Heute ist der Goldpreis auf diesem Level getrieben durch die steigenden Schulden. Und die Wirtschaft könne nicht mit dem Schuldenwachstum mithalten. Die Welt müsse nicht enden, damit Gold weiter steige. Investoren sagen seiner Ansicht nach einfach: In diesem Umfeld benötigen wir Gold. Der Goldpreis habe einen starken positiven Einfluss auf die Entwicklung der Goldunternehmen. Sean Boyd selbst sieht es nicht als verrückt an, 2.500 Dollar oder höhere Kursziele zu nennen. Warnt aber vor verrückten Kurszielen, die der Industrie nicht guttun würden.

Sean Boyd ist nicht gerade als Lautsprecher der Branche bekannt. Er gehört eher zu der zurückhaltenden Sorte Manager. Er hat Recht: Der Goldpreis wird den meisten Goldproduzenten ein sensationelles Quartal bescheren. Und die nach wie vor überschaubare Übernahmetätigkeit spricht dafür, dass die meisten Konzerne dazu übergangenen sind, die Bilanzen zu verbessern oder auch die Ausschüttung an die Aktionäre zu erhöhen. Auch wenn es kurzfristig für Gold darum geht, die Konsolidierung zu beenden, sprechen die doch die fundamentalen Rahmenbedingungen für weiter steigende Kurse bei den Edelmetallen.

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