Die Allianz ist nicht nur ein konservativer Versicherungsriese, sondern hat auch hochspekulative Produkte im Angebot. Weil sich der Konzern dabei verzockt haben soll, hat er in den USA mehrere Klagen am Hals und musste eine Rückstellung von 3,7 Milliarden Euro bilden. Diese Woche hat sich etwas getan.
In vier von 25 Fällen hat die Allianz laut Gerichtsunterlagen inzwischen einen Vergleich geschlossen. Was die Allianz dafür zahlt, bleibt geheim.
Es geht um Structured-Alpha-Fonds der Allianz-Vermögensverwaltung AGI. Die Fonds mussten teilweise wegen Milliarden-Verlusten geschlossen werden. Der Vorwurf klagender US-Großinvestoren: Die Fonds-Manager sollen sich nicht an die vereinbarten Strategien gehalten haben und teils ohne Absicherung unterwegs gewesen sein.
Nun muss die Allianz sich noch mit den anderen Klägern einigen. Die US-Börsenaufsicht könnte ebenfalls noch eine Zahlung verlangen. Auf das operative Geschäft sollte die Angelegenheit keine Auswirkungen haben. Unterdessen konnte sich der Kurs der Allianz-Aktie am Mittwoch etwas erholen und hat mit dem Anstieg über 196 Euro knapp einen wichtigen Bereich zurückerobert (siehe weiterführende Beiträge). Damit bleiben die Aussichten auch aus charttechnischer Sicht eher bullish. Die Allianz-Aktie ist nicht zuletzt aufgrund der attraktiven Dividenden-Politik ein Basisinvestment für langfristig-konservativ orientierte Anleger.
Hinweis auf Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Allianz.