Der Sportartikelkonzern Adidas hat nach einem erfreulich verlaufenen Geschäft zum Jahresende seine Erwartung an Schlussquartal und Gesamtjahr bekräftigt. Das Weihnachtsgeschäft sei "sehr gut gelaufen", sagte Firmen-Chef Kasper Rorsted der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Die Leute legen gerne Adidas-Produkte unter den Weihnachtsbaum." Der Konzern wachse im vierten Quartal "deutlich schneller als das Quartal zuvor, so wie wir es erwartet und angekündigt haben, sagte Rorsted. "Damit rechnen wir für das Jahr auch wieder wie geplant mit einem zweistelligen Gewinnwachstum."
Auch in Sachen Nachhaltigkeit mache das Unternehmen Fortschritte, bekräftige der Adidas-Chef. "Wir haben dieses Jahr 11 Millionen Paar Schuhe aus recyceltem Plastik produziert, nächstes Jahr werden es wahrscheinlich 15 bis 20 Millionen. Das ist enorm wichtig. Wir müssen da schneller vorankommen, gerade, weil die Regierungen in Sachen Klima so langsam agieren."
Im nächsten Jahr erwartet der Konzern Impulse durch die Olympischen Spiele und noch mehr durch die Fußball-Europameisterschaft. Dazu wird die Nationalelf auf dem Adidas-Gelände ihr Trainingslager aufschlagen. "Für die Fußballer bauen wir ein richtiges Camp, 16 Häuser mit je vier Schlafräumen", sagte Rorsted. "Wir sind extrem froh, dass sie zu uns kommen."
Nike hatte vor Kurzem seine Zahlen für die drei Monate bis Ende November veröffentlicht und dabei überzeugen können. Nike-Boss Mark Parker erklärte sogar, er war nie optimistischer mit Blick auf die Zukunft des Konzerns. Der jüngste Ausblick von Adidas zeigt aber, dass die Herzogenauracher durchaus dem weltgrößten Sportartikelhersteller Nike Paroli bieten können.
Derzeit notiert die Aktie von Adidas knapp unter dem Allzeithoch, das im August bei 296,75 Euro markiert wurde. DER AKTIONÄR ist zuversichtlich, dass bald ein Angriff darauf erfolgen könnte. Im Vergleich zum Konkurrenten Nike ist Adidas zudem mit einem 2020er-KGV von 25 günstiger bewertet als die Amerikaner mit 28. Adidas bleibt aus Sicht des AKTIONÄR deswegen ein Kauf.
(Mit Material von dpa-AFX)