Der bislang starke DAX-Trend 2025 gerät ins Wanken. Neue Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Handelspolitik sorgten am Wochenende für Nervosität – mit spürbaren Folgen zum Wochenauftakt an den Börsen in Asien und Europa.
Der DAX fiel am Montag am Nachmittag sogar zeitweise unter 22.000 Punkte zurück – erstmals seit Mitte Februar. Am Ende ging der Leitindex bei 22.163,49 Punkten aus dem Handel. Das bedeutete ein Minus von 1,3 Prozent.
Bereits am Morgen rutschte er unter seinen 50-Tage-Durchschnitt, den er seit November 2024 nicht mehr unterschritten hatte. Damit steht der übergeordnete Aufwärtstrend zur Disposition – und das, nachdem das Allzeithoch von 23.476 Punkten im März nur knapp überschritten wurde.
Trotzdem schloss der DAX das erste Quartal noch gut zehn Prozent im Plus ab, der MDAX rund sechs Prozent. Am Montag verlor der Index der mittelgroßen Werte allerdings 1,6 Prozent auf 27.393,22 Punkte. Dem europäischen Leitindex erging es ähnlich schlecht: Der EuroStoxx 50 schloss am Montag ebenfalls 1,6 Prozent im Minus bei 5.248,39 Punkten.
Zwischenzeitlich schaffte es am Montag kein einziger DAX-Titel ins Plus. Zum Handelsschluss retteten sich nur ein paar Aktien hauchdünn ins Plus. DAX-Spitzenreiter war am Montag die Deutsche Börse mit einem Tagesplus von 0,7 Prozent, gefolgt von E.on und Symrise, die jeweils 0,6 Prozent zulegten. Auch Anlegerliebling Rheinmetall konnte den Wochenauftakt mit einem minimalen Plus von 0,3 Prozent abschließen. Ansonsten aber dominierten die roten Vorzeichen auch zum Handelssschluss.
Vor allem Auto- und Finanzwerte zählten zu den größten Tagesverlierern im DAX. Die Aktie der Porsche AG büßte mit einem Minus von 4,0 Prozent am stärksten ein. Auch Volkswagen stand mit einem Abschlag von 3,5 Prozent stark unter Druck. Die Commerzbank verlor 3,4 Prozent, während Brenntag und Sartorius jeweils rund 3,5 und 3,3 Prozent einbüßten.
Nach stärkere Bewegungen gab es bei den deutschen Nebenwerten. Im SDAX brachen Cancom und SMA Solar jeweils um rund 15 Prozent ein. Cancom enttäuschte vor allem mit seinem Ausblick. Bei SMA Solar belastete ein Analystenkommentar: Jefferies hat seine Kaufempfehlung für die Aktie gestrichen.
Schon am Mittwoch könnte sich die Lage weiter zuspitzen: Trump will am „Tag der Befreiung in Amerika“, wie er ihn nennt, ein umfassendes Zollpaket vorstellen. Bereits angedeutete Autozölle könnten nur der Anfang sein. „Der 2. April 2025 könnte als Wendepunkt im freien Welthandel in die Geschichte eingehen“, warnen die Experten der Helaba.