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Gold: Der Fluch lebt – und er hat einen Namen

Gold: Der Fluch lebt – und er hat einen Namen
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Markus Bußler 26.02.2025 Markus Bußler

Es ist schon ein paar Jahre her, da habe ich das erste Mal über den PDAC-Fluch geschrieben. Regelmäßig zur weltgrößten Minenmesse in Toronto, die Anfang März ihr Pforten öffnet, knickten die Kurse von Gold, Silber und vor allem den Minen ein. Logisch erklären lässt sich das nicht. Doch es hat dafür gesorgt, dass die Stimmung auf der PDAC und den großen Konferenzen in Europa im März schlecht ist.

Nachdem es zuletzt zumindest eine leichte Besserung gegeben hat, scheint der PDAC-Fluch im laufenden Jahr wieder zuzuschlagen. Auch wenn Gold sich im Bereich von 2.900 Dollar hält, sind die Minen zuletzt wieder deutlich unter Druck gekommen. Rechtzeitgig zur PDAC, die kommende Woche ihre Pforten öffnet. Freilich muss man einschränkend hinzufügen: Der Start in das Jahr 2025 war bei vielen Minenaktien gut gewesen. Eine Konsolidierung war durchaus angebracht. Aber es rumpelt doch schon wieder furchteinflößend.

Ein Auslöser waren wieder einmal die Zahlen des weltgrößten Goldproduzenten Newmont. Nachdem Barrick Gold mit seinen Zahlen durchaus überzeugen konnte, waren die Zahlen von Newmont mit Spannung erwartet worden. Und auf den ersten Blick fielen die gut aus. Der Gewinn im vierten Quartal lag bei 1,40 Dollar je Aktie und damit über den Analystenschätzungen, die im Schnitt mit 1,04 Dollar je Aktie gerechnet haben. Die Kosten sanken im vierten Quartal wie angekündigt wieder auf 1.463 Dollar nachdem sie im dritten Quartal auf 1.611 Dollar je Unze nach oben schossen. Alles gut? Nein, bei weitem nicht. Der Ausblick schockte die Anleger. Dass die Produktion angesichts der Minenverkäufe auf 5,6 Millionen Unzen zurückgeht, war keine Überraschung. Doch die Kosten sind und bleiben das große Problem. Es scheint so, als ob das vierte Quartal eine Ausnahme gewesen ist. Für das laufende Jahr rechnet Newmont mit Korsten von 1.620 Dollar je Unze. Damit ist man unter den großen Goldproduzenten negative Spitze. Die Aktie sackte wie schon nach den Q3-Zahlen ab. Die Schwäche bei Gold und Silber war in diesem Zusammenhang keine Hilfe und die Minenbranche riss das Ganze mit in die Tiefe.

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Die Zeiten, in denen Goldproduzenten Gold für unter 1.000 Dollar aus dem Boden geholt haben, gehören der Vergangenheit an. Die Inflation und mit ihr steigende Löhne haben auch vor den Minenbetreibern nicht Halt gemacht. Doch während die meisten anderen Goldproduzenten noch zwischen 1.300 und 1500 Dollar bei den Produktionskosten liegen, ist ausgerechnet der weltgrößte Produzent eine unrühmliche Ausnahme. Das verschreckt einige Anleger und sorgt eben dafür, dass kurz vor der PDAC die Kurse bei den Minen wieder einmal einbrechen. Der Schock sollte aber langsam verdaut werden und vermutlich wird es dann ab Ende März das geben, was es auch häufiger gab: Eine Frühjahrs/Sommer-Rally bei den Minen. 

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