Die Aktie von Aurora Cannabis hat zum Wochenauftakt erneut herbe Verluste einstecken müssen. Am Montag ging das Papier mit einem Minus von knapp sechs Prozent auf 5,50 Kanadische Dollar aus dem Handel an der Heimatbörse in Toronto. Das Papier nähert sich nun wieder dem jüngst markierten Jahrestief bei 5,05 Kanadische Dollar.
Damit hat das Papier bereits wieder mehr als die Hälfte der im Oktober gestarteten Aufholbewegung korrigiert. Wichtig ist nun aus kurzfristiger charttechnischer Sicht, dass kein neues Tief markiert wird. Derzeit belastet weiterhin die allgemein schlechte Stimmung am Cannabis-Markt. Die Analysten von BMO beispielsweise warnten vor Kurzem, dass aufgrund der Vielzahl von Cannabisprodukten, die mittlerweile auf den Markt drängen, die Preise weiter fallen werden, was letztendlich auf die Margen der Unternehmen wie Aurora Cannabis drücken dürfte.
Auch John Zamparo, Analyst der Canadian Imperial Bank of Commerce (CIBC), äußerte sich zuletzt kritisch zum Cannabis-Markt. Die Prognosen für Umsatz und bereinigte Gewinne der Unternehmen für die kommenden zwei Jahre seien nicht erreichbar. Zamparo erwartet für 2020 lediglich Umsätze von 2,2 Milliarden Kanadischen Dollar, während der Markt bislang knapp sieben Milliarden Kanadische Dollar erwartet hatte.
Es ist deswegen wichtig, sich von der Konkurrenz abzuheben. Punkten kann Aurora Cannabis in jedem Fall bei den Produktionskapazitäten, aber auch im Hinblick auf die internationale Expansion ist das Unternehmen sehr stark aufgestellt. DER AKTIONÄR bleibt optimistisch, dass der Werte langfristig als einer der Gewinner hervorgehen wird und auch die Aktie wieder deutlich höher stehen wird. Vorerst ist der Wert jedoch weiterhin charttechnisch massiv angeschlagen. Vor einem Neueinstieg sollte ein klares positives Signal abgewartet werden.
Optimistisch bleibt DER AKTIONÄR auch bei Canopy Growth. Hier sieht auch Zamparo durchaus ordentlich Potenzial. Zwar hat er das Kursziel zuletzt auf 45 Kanadische Dollar reduziert, vom jetzigen Kurs entspricht dies aber immerhin einer Upside-Chance von rund 50 Prozent.