Die Allianz hat am Mittwoch ihre Hauptversammlung abgehalten. Der Versicherungskonzern will mit einem neuen Gemeinschaftsunternehmen zu einem führenden Versicherer Afrikas aufsteigen. Darüber hinaus hofft Vorstand Bäte, die Structured-Alpha-Affäre schnell hinter sich zu lassen.
Die Münchner wollen zusammen mit dem südafrikanischen Versicherer Sanlam den größten panafrikanischen Versicherer aufbauen. "Afrika hat enormes Wachstumspotenzial, die Marktdurchdringung mit Versicherungen ist vergleichsweise gering", sagte Vorstandschef Oliver Bäte bei der Hauptversammlung.
Afrika verfüge über beträchtliches, ungenutztes Wachstumspotenzial, so die Analysten von Jefferies. Ein etablierter lokaler Versicherer zu werden eröffne First-Mover-Vorteile, ähnlich denen von Prudential in Asien. Das Kursziel von Jefferies lautet auf 260 Euro.
Auf der anderen Seite des Atlantiks hofft Bäte, in näherer Zukunft ein Milliardenproblem in den USA abarbeiten zu können. Die Structured-Alpha-Affäre will der Allianz-Chef in Kürze abschließen.
Diese Untersuchungen laufen nach seinen Worten noch, ebenso wie Vergleichshandlungen mit einigen Klägern. "Am heutigen Tag - da muss ich Sie allerdings noch einmal um Verständnis bitten - können wir zu dem möglichen Ausgang und den weiteren Belastungen noch keine Angaben machen."
Das Thema Afrika klingt spannend und könnte der Allianz ein neues Wachstumsfeld verschaffen. Die Structured-Alpha-Affäre zieht sich war jetzt schon länger hin als erwartet, dürfte aber weitestgehend eingepreist sein. Die Aktie bleibt kaufenswert.
(mit Material von dpa-AFX)Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.