Die Wall Street steht vor einem freundlichen Handelsstart am Dienstag. Anleger scheinen die jüngsten Turbulenzen um mögliche neue Strafzölle vorerst abzuschütteln. Doch neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump könnten im Tagesverlauf noch für Verunsicherung sorgen.
Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart wurde der Dow Jones rund 0,2 Prozent höher bei 42.664 Punkten taxiert. Der Technologie-Index Nasdaq 100 wird sogar 0,3 Prozent höher bei 20.241 Zählern erwartet.
Allerdings könnte die Kauflaune der Anleger noch einen Dämpfer erhalten. US-Präsident Trump hat offenbar eine neue Facette seiner Wirtschaftspolitik entdeckt: Er droht Ländern, die Öl aus Venezuela beziehen, mit "Sekundärzöllen" von satten 25 Prozent. Ein Schritt, der im Handelsverlauf für Gesprächsstoff sorgen dürfte.
Noch am Vortag hatten die US-Börsen von der Hoffnung profitiert, dass die nächste Runde der von Trump angekündigten Strafzölle weniger drastisch ausfallen könnte als zunächst befürchtet. Die Anleger hatten auf eine gezieltere und maßvollere Vorgehensweise spekuliert.
Mobileye: Starke Kooperation mit Volkswagen und Valeo
Ein klarer Gewinner im vorbörslichen Handel ist die Aktie von Mobileye. Der Spezialist für autonomes Fahren kündigte eine Zusammenarbeit mit Volkswagen und Valeo an. Gemeinsam wollen die Unternehmen Fahrerassistenzsysteme in zukünftigen VW-Modellen auf das Level 2+ heben – ein wichtiger Schritt in Richtung teilautonomes Fahren. Die Börse feiert diese Nachricht: Die Mobileye-Aktie schießt vorbörslich um satte 15 Prozent nach oben!
Trump Media: Krypto-Deal beflügelt Aktie
Auch die Papiere von Trump Media zeigen sich vorbörslich stark. Das Medien- und Technologieunternehmen des US-Präsidenten will zusammen mit der Kryptobörse Crypto.com Krypto-ETFs „Made in America“ auflegen. Dieser Schritt kommt bei den Anlegern gut an: Die Aktie legt vorbörslich um 9,8 Prozent zu.
Mag 7 schwach
Nvidia und Tesla starten derweil kurz nach Handelsbeginn mit einem Minus von jeweils rund einem Prozent schwach in den Tag. Während bei Tesla schwache Zahlen aus Europa belasten (DER AKTIONÄR berichtete), sind es bei Nvidia Sorgen vor einer KI-Blase.
(Mit Material von dpa-AFX)