Aktionäre von TAG Immobilien dürfen sich auf eine Dividende freuen: Für das Geschäftsjahr 2024 will der Hamburger Wohnimmobilienkonzern 0,40 Euro je Aktie an seine Anleger ausschütten – und damit erstmals seit 2021 wieder eine Dividende zahlen. Der Aktie hilft das trotzdem nicht auf die Sprünge.
Der Schritt folgt der im November kommunizierten Strategie, die Dividendenpolitik zu normalisieren. Damals hatte TAG angekündigt, ab 2024 wieder eine Ausschüttung vorzunehmen – basierend auf einer Quote von 40 Prozent des operativen Gewinns in Form des FFO I.
Zum Vergleich: Für das Jahr 2021 hatte das MDAX-Unternehmen noch 0,93 Euro je Aktie an seine Anleger ausgezahlt. In den beiden Folgejahren wurden die Dividenden gestrichen, um die Kapitalbasis zu stärken und das wachstumsstarke Polen-Geschäft zu finanzieren.
Finanziell ist TAG wieder in der Spur: Nach einem dicken Verlust von 397 Millionen Euro im Vorjahr erzielte der MDAX-Konzern 2024 einen Nettogewinn von 121,1 Millionen Euro. Das entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 0,69 Euro – nach einem Minus von 2,26 Euro im Vorjahr.
Die im November ausgegebenen Ziele für 2025 hat TAG Immobilien bestätigt. Der FFO I soll 172 bis 176 Millionen Euro erreichen (2024: 175,1 Mio. Euro), und der FFO II – inklusive Verkaufsgeschäft – zwischen 233 und 243 Millionen Euro liegen (2024: 239,4 Mio. Euro).
Anleger reagieren enttäuscht. Die Aktie des Immobilienkonzerns liegt am frühen Nachmittag gut zwei Prozent im Minus. Auch der deutsche Marktführer Vonovia kommt weiterhin nicht in die Gänge. Die Aktie des DAX-Konzerns weist erneut rote Vorzeichen auf.
Die Stimmung rund um deutsche Immobilienaktien bleibt negativ. Daran ändert auch das Dividenden-Comeback bei TAG Immobilien nichts. Anleger meiden den Bereich vorerst weiter und setzen lieber auf andere Branchen.