Während der DAX freundlich in die Woche startet, legt die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia am Montag erneut den Rückwärtsgang ein. Intraday ist bereits eine weitere wichtige Marke gefallen. Damit droht sich das Chartbild noch stärker einzutrüben als ohnehin schon.
Mit einem Minus von rund zwei Prozent zählt Vonovia auch am Montag zu den Schlusslichtern im deutschen Leitindex. Am frühen Nachmittag ist sie nun sogar unter die psychologisch wie charttechnisch wichtige Marke von 25,00 Euro gerutscht. Bleibt sie dort auch auf Schlusskursbasis, wäre das ein weiteres Verkaufssignal.
Mit der heutigen Kursschwäche setzt die Aktie ihre seit Monatsbeginn eingeläutete Schwächephase fort. Ende Februar lag der Kurs noch bei über 30 Euro. Innerhalb weniger Tage sackte sie schon in der ersten Märzwoche auf 26,00 Euro ab. Ein Stabilisierungsversuch oberhalb dieser Marke scheiterte.
Die zinssensible Aktie leidet weiter unter den Schuldenplänen der designierten neuen Bundesregierung. Die XXL-Schulden lassen die Anleiherenditen und damit auch die Zinsen steigen. Das sorgt bei den hochverschuldeten Wohnungskonzernen für höhere Finanzierungskosten. Zudem drohen noch deutlich höhere indirekte Kosten, wenn sich die Zinsen höher als zuvor erwartet entwickeln.
Vor diesem Hintergrund half es auch wenig, dass Vonovia nun wieder mit Zuversicht nach vorne blickt. Der Bochumer Konzern setzt auf eine anhaltende Wohnraumnachfrage und sieht sich gut aufgestellt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Auch die Anhebung der Dividende von 0,90 auf 1,22 Euro je Aktie konnte der Aktie keinen Rückenwind verleihen.
Mittel- bis langfristig stehen die Chancen tatsächlich gut, dass Vonovia gestärkt aus der Krise hervorgeht. Kurzfristig droht aber weiteres Ungemach. Nicht zuletzt das Chartbild mahnt zur Vorsicht. Anleger beobachten die Situation daher aktuell lieber von außen und warten mit einem Neueinstieg eine erfolgreiche Stabilisierung ab.