Am Montag, den 24. März, greift die neueste Indexanpassung im S&P 500. Vier Neulinge rücken in den bedeutendsten US-Index auf. Gleichzeitig müssen vier Unternehmen Platz machen. Die Änderungen erfolgen wie üblich nach Börsenschluss am Freitag (22. März) und sind ab Montag wirksam.
Der S&P 500 soll die 500 größten und liquidesten US-Unternehmen abbilden. Damit er das auch künftig tut, überprüft der Indexbetreiber S&P Dow Jones Indices regelmäßig, ob alle Kriterien erfüllt sind – etwa Marktkapitalisierung, Streubesitz, Handelshäufigkeit und Unternehmenssitz.
Nun wurden erneut vier Titel ausgetauscht. Das sind die Neuen – und die Absteiger.
Die Aufsteiger
DoorDash
Der Lieferdienst profitiert vom starken Wachstum im Bereich Online-Food-Delivery. Zwar ist die Aktie volatil, doch DoorDash bringt inzwischen eine Marktkapitalisierung von über 80 Milliarden Dollar auf die Waage – mehr als genug für den S&P 500 (Zwingend benötigt für die Aufnahme ist ein Börsenwert von mindestens 18 Milliarden Dollar).
Williams-Sonoma
Der US-Einzelhändler für hochwertige Möbel und Küchenzubehör überzeugt mit robusten Margen und soliden Bilanzen. Trotz schwierigen Umfelds wächst WSM stabil – und wird nun mit dem Aufstieg belohnt.
TKO Group Holdings
Hinter TKO steckt die Fusion von WWE und UFC unter dem Dach von Endeavor. Die Kampfsportholding hat zuletzt starke Umsätze gemeldet – und wird nun erstmals Teil des Leitindex.
Expand Energy
Das Energieunternehmen ist auf die Exploration, Förderung und Vermarktung von Erdgas spezialisiert. Expand Energy trägt mit seinen Aktivitäten zur Sicherstellung der Energieversorgung in verschiedenen Märkten bei und profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach alternativen Energieressourcen.
Die Aufnahme in den S&P 500 wird oft als positiver Indikator für die betreffenden Unternehmen angesehen, da sie deren Wachstum und Bedeutung im Markt widerspiegelt. Zudem kann dies zu einer erhöhten Nachfrage nach ihren Aktien führen, insbesondere von Indexfonds, die den S&P 500 nachbilden.
Die Absteiger
BorgWarner
Der Autozulieferer verliert trotz E-Mobility-Fantasie an Gewicht. Sinkende Bewertungen und schwache Kursentwicklung machen den Verbleib im Index unmöglich.
Teleflex
Der Medizintechnikhersteller hat sich zuletzt schwergetan, operative Ziele zu erreichen. Die Aktie ist in der Gunst der Investoren gefallen – nun folgt der Abschied aus dem S&P 500.
Celanese
Der Chemiekonzern kämpft mit zyklischen Gegenwinden. Der Abstieg ist ein Spiegel der mauen Kursentwicklung und der nachlassenden Bedeutung im Vergleich zu dynamischeren Titeln.
FMC Corp.
FMC leidet unter der globalen Agrar-Schwäche und enttäuschenden Quartalszahlen. Der Rückzug aus dem Index dürfte weiteren Druck auf die Aktie bringen.
Die Indexanpassungen im S&P 500 haben unmittelbare Folgen – insbesondere durch passive Fonds, die gezwungen sind, die neuen Titel zu kaufen und die alten zu verkaufen. Kurzfristige Kursbewegungen sind vorprogrammiert. Langfristig gilt: Wer auf Qualität und Wachstum setzt, profitiert.