Die jahrelangen Investitionen in Spielinhalte zahlen sich für den japanischen Elektronik- und Unterhaltungskonzern Sony aus. Das Management erhöhte am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, das bis Ende März geht. Die Aktie dürfte knapp vier Prozent höher in den US-Handel starten und nimmt damit wieder Kurs auf ihr Jahreshoch.
Der Umsatz soll mit 13,2 Billionen Yen (83 Milliarden Euro) fast eine halbe Billion besser ausfallen als bisher avisiert. Und der operative Gewinn soll statt 1,31 nun fast 1,34 Billionen Yen erreichen, wie der Konzern mitteilte. Dank eines anhaltend stark laufenden Musik- und Spiele-Geschäfts schafften die Japaner zudem überraschend eine Gewinnsteigerung im abgelaufenen Quartal.
Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember wuchs der Umsatz von Sony im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 4,4 Billionen Yen. Der operative Gewinn stieg zwar wegen eines deutlich schwächeren Finanzierungsgeschäfts nur um ein Prozent auf knapp 0,5 Billionen Yen. Analysten hatten allerdings mit einem Rückgang gerechnet.
Während das Hardware- und Hightech-Geschäft von Sony in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten war, läuft es etwa im Musikgeschäft mit Streaming-Angeboten und Spielen für das Smartphone weiterhin gut. Gleiches gilt für das Unterhaltungssegment. So erweist sich etwa die Flaggschiff-Spielekonsole Playstation 5 selbst in ihrem fünften Jahr am Markt immer noch als Kassenschlager. Analysten verwiesen darauf, dass die Spielbibliothek aufgestockt und die Nutzerbasis verbreitert wurde. Dies soll die Gewinngenerierung in den nächsten Jahren garantieren.
Sony konnte den Markt mit seinen Zahlen und dem Ausblick überzeugen. Das Jahreshoch beim US-Listing könnte in einem freundlichen Gesamtmarktumfeld noch heute Nachmittag fallen. Weitere Infos zu spannenden Titeln aus dem Gaming-Sektor finden Sie in der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR.
Enthält Material von dpa-AFX