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Microsoft mit neuem KI-Assistenten

Microsoft mit neuem KI-Assistenten
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Thorsten Küfner 31.03.2025 Thorsten Küfner

Der US-Software-Riese Microsoft präsentiert auf der Hannover Messe neuartige virtuelle Assistenten mit Künstlicher Intelligenz für den breiten Einsatz in der Industrie. Zu den Messeneuheiten des Unternehmens aus dem Großraum Seattle gehört der "Factory Operations Agent". Das ist ein KI-gestützter Assistent, der Abläufe in der Fabrikhalle optimieren soll.

Die Lösung ermögliche es etwa den Arbeitskräften, die Daten ihrer Maschinen durch Abfragen in natürlicher Sprache zu analysieren. Verantwortliche Manager würden in die Lage versetzt, damit Fertigungsprozesse zu optimieren. Mit dem KI-Assistenten sei es unter anderem auch möglich, einfacher als zuvor Fehlerquellen zu identifizieren und Probleme zu beheben.

Agnes Heftberger, Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, sagte am Montag zum Auftakt der Hannover Messe der Deutschen Presse-Agentur, KI sei aus der Test- und Experimentierphase raus und werde jetzt großflächig in der Industrie eingesetzt. "Wir dürfen bei der Einführung der KI nicht zaudern, sonst fällt Deutschland im internationalen Wettbewerb zurück. Wir müssen die Datenschätze für KI nutzbar machen." Die Industrie sei das Herz der deutschen Wirtschaft. "Wenn es durch KI stark und gesund schlägt, dann wird das auch die Gesamtwirtschaft beflügeln."

Nach einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom setzen bereits 42 Prozent der deutschen Industrieunternehmen KI in der Produktion ein, ein weiteres Drittel (35 Prozent) hat entsprechende Planungen. Dabei geht es etwa um die Überwachung von Maschinen, die Steuerung von Robotern und Fahrzeugen oder die Optimierung des Energieverbrauchs: Die Umfrage wurde unter 552 Industrieunternehmen des verarbeitenden Gewerbes ab 100 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt.

Dabei waren sich 8 von 10 Unternehmen (82 Prozent) einig, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sein werde. Knapp die Hälfte (46 Prozent) sieht allerdings die Gefahr, dass die deutsche Industrie die KI-Revolution verschläft.

Microsoft ist neben Google, Meta und Amazon einer der führenden Anbieter von KI-Systemen weltweit, auch weil Microsoft-CEO Satya Nadella frühzeitig Milliarden in eine umfassende Kooperation mit dem kalifornischen KI-Start-up OpenAI und den dort entwickelten Chatroboter ChatGPT investiert hat.

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Microsoft (WKN: 870747)

DER AKTIONÄR bleibt grundsätzlich für den sehr stark aufgestellten Technologieriesen zuversichtlich gestimmt. Langfristig orientierte Anleger können auf dem aktuellen Niveau wieder Positionen aufbauen – gestaffelt, um Rücksetzer zum Nachkauf zu nutzen. Kurzfristige Trader warten hingegen auf eine Aufhellung des aktuell eher mauen Charts.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.

Aktien von Microsoft befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

Enthält Material von dpa-AFX

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