Deutsche Bank: Damit ist jetzt Schluss

Deutsche Bank: Damit ist jetzt Schluss
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Michael Herrmann 21.02.2025 Michael Herrmann

Die Deutsche Bank setzt ihren Umbau im Privatkundengeschäft fort und stellt die Marke DSL Bank ein. Immobilien- und Konsumentenkredite sollen künftig unter anderen Konzernmarken gebündelt werden. Ziel ist eine effizientere Abwicklung und Kostensenkung.

Die Deutsche Bank wird Baufinanzierungen und Konsumentenkredite künftig nicht mehr unter der Marke DSL Bank anbieten. Wie der DAX-Konzern mitteilt, wird die Marke eingestellt. Bestehende Kredite bleiben bestehen und können verlängert werden. Zukünftig werden Immobilienkredite unter den Marken Deutsche Bank und BHW gebündelt, während Konsumentenkredite über Deutsche Bank, Postbank und Norisbank angeboten werden.

Laut einem Sprecher sind keine Standortschließungen geplant. Mögliche personelle Auswirkungen sollen mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden, konkrete Angaben zur Zahl der betroffenen Stellen gibt es jedoch nicht. Die DSL Bank, einst als Deutsche Siedlungs- und Landesrentenbank gegründet, war über die Übernahme der Postbank in den Frankfurter Konzern integriert worden.

Mit der Neuausrichtung will die Deutsche Bank ihr Privatkundengeschäft effizienter aufstellen und Kosten senken. Kleinteilige Kreditgeschäfte wie Modernisierungskredite sollen künftig stärker standardisiert werden. Zudem führte der Vertrieb der DSL-Baukredite über Partnerplattformen zu höheren Kapitalanforderungen, während die Kunden für Cross-Selling-Angebote der Bank nicht zugänglich waren.

Aus Anlegersicht ist die Einstellung der Marke DSL Bank ein sinnvoller strategischer Schritt, da er auf eine Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank abzielt. Er passt damit zur ausgegebene Strategie, das Privatkundengeschäft profitabler zu machen.

Created with Highcharts 9.1.2Deutsche Bank4. Mär1. Apr29. Apr27. Mai24. Jun22. Jul19. Aug16. Sep14. Okt11. Nov9. Dez20. Jan17. Feb10121416182022
Deutsche Bank (WKN: 514000)

Die Aktie der Deutschen Bank ist nach wie unterbewertet. Zuletzt scheiterte sie aber am nachhaltigen Sprung über die Marke von 20,00 Euro. Für neuen Schwung muss der Vorstand im Tagesgeschäft weitere Erfolge vermelden. Daher ist die Aktie momentan nur eine Halteposition. Investierte bleiben aber mit einem Stopp bei 16,15 Euro an Bord.

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