Der chinesische Elektroauto-Riese BYD setzt seine europäische Expansion unbeirrt fort und nimmt nun die Schweiz ins Visier. Mit einem ersten Showroom in Zürich und einem großen Event in der Umwelt-Arena Spreitenbach in dieser Woche feierte der Konzern seinen Marktstart im Schweizerland.
Während BYD in Ländern wie Deutschland in den vergangenen Jahren mit Modellen wie Atto 3, Han und Tang den Markt eroberte, setzt der Hersteller in der Schweiz auf eine neue Kombination. Der Seal, eine elegante E-Limousine, kommt in zwei Varianten (Design und Excellence) mit einer Batterie von 82,5 kWh und einer WLTP-Reichweite von bis zu 570 Kilometern. Dazu gesellt sich der Sealion 7, ein E-SUV mit bis zu 91,3 kWh Batteriekapazität und 502 Kilometern Reichweite, der erst im Herbst für Europa angekündigt wurde. Komplettiert wird das Trio durch den Plug-in-Hybriden Seal U DM-i, der mit bis zu 115 Kilometern rein elektrischer Reichweite punktet.
Besonders auffällig: Anders als in Deutschland, wo BYD mittlerweile eine breite Palette von sieben Modellen anbietet (darunter Atto 2, Dolphin und Tang), startet man in der Schweiz fokussiert mit diesen drei Fahrzeugen. Der Seal U DM-i ist dabei das einzige Modell mit Hybridtechnologie – reine Verbrenner hat BYD ohnehin seit 2022 aus dem Programm gestrichen.
Den Startschuss in der Schweiz machte ein Showroom in der Zürcher Innenstadt. Bis Ende 2025 plant BYD, 14 weitere Verkaufsstellen zu eröffnen – darunter in Zug, Lugano und Bellinzona. Anders als in manchen Märkten, wo BYD auf eigene Niederlassungen setzt, arbeitet man hier mit lokalen Partnern wie Automotive Suisse zusammen. „Jeder neue Markt in Europa ist für uns extrem wichtig“, betont Stella Li, Executive Vice President von BYD. „Wir wollen unsere nachhaltigen Technologien so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen.“
Mit dem Schweizer Marktstart unterstreicht BYD seinen Anspruch, in Europa weiter zu wachsen. Während das zweitägige Event in Spreitenbach die Aufmerksamkeit auf sich zog, bleibt abzuwarten, wie die Schweizer die neuen Modelle annehmen. Investierte Anleger bleiben an Bord.