Der weltgrößte Chemieproduzent kommt beim Konzernumbau weiter voran. So haben die Ludwigshafener nun das brasilianische Geschäft mit Anstrichen für Gebäude wie geplant verkauft. Es geht nun für 1,15 Milliarden US-Dollar (ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Finanzschulden) an den US-Beschichtungsspezialist Sherwin-Williams.
Der Vorstandsvorsitzende von BASF, Markus Kamieth, hatte bereits im Herbst einen umfassenden Umbau angekündigt. Dadurch solle der Chemieriese schlanker und profitabler werden. Das Segment mit Bautenanstrichen erzielte zuletzt Erlöse von rund einer halben Milliarde Dollar pro Jahr. Der DAX-Konzern erklärte: "Im zweiten Quartal 2025 beabsichtigt BASF, an den Markt zu gehen, um weitere strategische Optionen für ihre verbleibenden Coatings-Aktivitäten zu prüfen." Zur Disposition stehen dabei unter anderem der Bereich Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke oder auch Oberflächenbehandlungen.
Die FAZ hatte bereits in der Vorwoche berichtet, dass dieser Prozess voraussichtlich im zweiten Quartal beginnen werde. Helfen sollen demnach dabei die Experten der beiden Großbanken JP Morgan und Bank of America. Laut einer Studie von JP Morgan dürften die Baufarben mit rund 900 Millionen Euro bewertet werden, der restliche Bereich Coatings knapp 5,75 Milliarden Euro. BASF hofft, dass es bei der Auktion mehrere Bieter für die Sparten geben wird, wodurch der Verkaufspreis für beide Bereiche sogar noch höher liegen werde.
DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine von BASF nach wie vor verhalten optimistisch gestimmt. Denn das Unternehmen ist gut aufgestellt und verfügt über mittel- bis langfristig gute Perspektiven. Darüber hinaus hat sich das Chartbild zuletzt aufgehellt und es lockt eine im historischen Vergleich relativ günstige Bewertung. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 36,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.