Erfolgsverwöhnte Amazon-Aktionäre brauchen derzeit Geduld: Die Aktie steckt in einer schwierigen charttechnischen Phase. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 13 Prozent zu Buche. An dieser Marke dürfte sich nun entscheiden, ob die Aktie einen Boden findet oder weitere Kursverluste drohen.
Im schwachen Marktumfeld für Tech-Aktien gehört Amazon am Montag zu den schwächsten Werten im Dow Jones. Die Talfahrt der vergangenen Wochen setzt sich damit fort, mittlerweile hat die Aktie seit dem Rekordhoch Anfang Februar gut 20 Prozent verloren.
Im Zuge der Gewinnmitnahmen, die allerdings nicht auf fundamentale Schwäche, sondern auf Angst im Sektor zurückzuführen sind, hat die Aktie nun auch die 200-Tage-Linie bei 200,20 Dollar als wichtige langfristige Supportzone unterschritten.
Jetzt muss das Jahrestief bei 189,38 Dollar als Unterstützung halten. Sonst drohen weitere sechs Prozent Kursverlust, bis der Kurs an der Anfang 2023 gebildeten langfristigen Aufwärtstrendlinie aufliegen würde. Sollte auch diese nach unten gerissen werden, drohen empfindliche Verluste im zweistelligen Bereich.
Die Amazon-Aktie ist jüngst unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gefallen. Vor einem Neuanstieg warten Anleger eine klare charttechnische Trendformation ab. Ein erstes positives Signal wäre eine nachhaltige Bodenbildung an der 200-Dollar-Marke.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Aktien von Amazon befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.