Die Erfolge bei der Alzheimer-Forschung werden mehr. Eli Lilly steht vor einer wichtigen Zulassung. Die deutsche Alzheimer-Hoffnung Vivoryon befindet sich in der entscheidenden Phase.
Wirkliche Erfolge in der Alzheimer-Forschung gab es lange keine. Zuletzt häufen sich aber die positiven Meldungen. Erst Biogen mit seinem Partner Eisai und nun Eli Lilly. Der US-Konzern peilt nach positiven Phase-3-Studiendaten eine Zulassung des Alzheimer-Medikamentenkandidaten Donanemab an. Die Aktie sprang daraufhin auf ein neues Allzeithoch. Kräftig nach oben ging es in diesem Zuge auch bei der deutschen Alzheimer-Hoffnung Vivoryon.
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Spannender Ansatz
Die Nachricht sorgte für Furore: Die mit Spannung erwarteten Studiendaten zum Antikörper Donanemab konnten sämtliche Studienziele erreichen. Der Antikörper zielt im Gehirn der Patienten auf das Eiweiß Amyloid. Dabei wird das sogenannte N3pE-Abeta, eine besonders neurotoxische Form des Abeta-Amyloids, gezielt bekämpft. Die Ergebnisse zeigten, dass mit Donanemab der kognitive Verfall von Alzheimer-Patienten um 35 Prozent reduziert werden kann. Bis Ende Juni will Eli Lilly nun die Zulassung in den USA beantragen und daraufhin in weiteren Ländern.
Die Erfolgsmeldung hat auch die deutsche Alzheimer-Hoffnung Vivoryon kräftig beflügelt. Das Unternehmen zielt mit seinem Pipeline-Kandidaten Varoglutamstat ebenfalls auf N3pE-Abeta ab. Vivoryons Produkt hat dabei gleich noch mehrere Vorteile.
Varoglutamstat greift bereits früher ein. Zudem wird es in oraler Form verabreicht. Und im Vergleich zu Antikörpern können die kleinen Moleküle bei Varoglutamstat wohl leichter die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Die finalen Daten der laufenden europäischen Studie sollen im ersten Quartal 2024 vorliegen. Zudem käme Varoglutamstat durchaus als Kombi-Therapie-Kandidat für Eli Lillys Donanemab infrage. Dies verleiht der Aktie von Vivoryon zusätzliche Fantasie. Ein Deal würde die Aktie mit einem Schlag noch einmal deutlich höher notieren lassen.
Noch mehr Potenzial
Die Aktie von Eli Lilly ist mittlerweile heiß gelaufen und mit einem 2023er-KGV von 50 auch nicht mehr günstig. Weitaus mehr Fantasie hat die Aktie von Vivoryon. Hier sind in den kommenden Monaten richtungsweisende News zu erwarten. Kann Vivoryons Alzheimer-Produktkandidat überzeugen, dürfte auch nach der Kursverdopplung seit der Empfehlung des AKTIONÄR das Potenzial der Aktie bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sein. Die Aktie bleibt aber ganz klar hochspekulativ.
Dieser Artikel ist in DER AKTIONÄR Nr. 20/2023 erschienen, welches Sie hier als PDF gesamt herunterladen können.