Die Allianz erhält erneut Bestnoten von der Ratingagentur AM Best. Die bestätigten Ratings unterstreichen die finanzielle Stärke und Stabilität des Versicherungskonzerns. Im heutigen Marktumfeld gibt die Aktie dennoch nach.
Die auf Versicherungen spezialisierte Ratingagentur AM Best hat die Kreditratings der Allianz SE sowie ausgewählter Tochtergesellschaften bestätigt. Das Financial Strength Rating (FSR) bleibt bei „A+“, das Long-Term Issuer Credit Rating (Long-Term ICR) bei „aa“ (exzellent). Der Ausblick für beide Einstufungen ist „stabil“.
AM Best verweist auf die sehr starke Bilanzkraft, die herausragende geschäftliche Position der Allianz sowie solide operative Ergebnisse. Auch die starke Diversifikation – sowohl geografisch als auch über verschiedene Sparten hinweg – wird hervorgehoben. Positiv erwähnt wird zudem das effektive Risikomanagement des Konzerns.
Besonders sticht laut AM Best die Kapitalisierung hervor, die durchgängig über dem AAA-Niveau des BCAR-Modells (Best’s Capital Adequacy Ratio) liegt. Die Agentur attestiert dem Versicherungsriesen außerdem eine stabile Cashflow-Generierung und eine hohe finanzielle Flexibilität – auch durch den Zugang zu den Kapitalmärkten.
Bei der Bewertung wurden auch die strategisch wichtigen Tochtergesellschaften berücksichtigt, darunter die Allianz Global Risks US Insurance Company, die Allianz SE Reinsurance Branch und die Allianz S.p.A. Deren Ratings wurden jeweils im Einklang mit der Muttergesellschaft bestätigt.
Gegenwind kommt derweil heute von der Analystenseite: Die Schweizer Großbank UBS sieht die Allianz-Aktie weiter nur als neutrale Position und gibt ein unverändertes Kursziel von 320,00 Euro aus. Analyst Will Hardcastle bevorzugt im Versicherungssektor aktuell die Titel von Prudential, Aviva, AXA, Swiss Re und Beazley.
Die bestätigten Top-Ratings unterstreichen einmal mehr die finanzielle Solidität der Allianz – ein zentraler Pluspunkt, gerade in einem von Unsicherheit geprägten Marktumfeld. Die Aktie bleibt für Langfrist-Anleger ein starkes Basisinvestment. Kurzfristig ist sie allerdings sehr weit gelaufen, sodass auch ein paar taktische Gewinnmitnahmen legitim sind.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.