Adidas hat seine optimistischen Erwartungen übertroffen: Laut einem Bericht der Financial Times konnte der deutsche Sportartikelhersteller in der ersten Verkaufsserie nach dem Ende der Partnerschaft mit Kanye West Yeezy-Sneaker im Wert von 508 Millionen Euro absetzen. Deshalb ist JPMorgan jetzt bullish.
Das Ye-Aus hat Adidas in diesem Jahr bereits zu einer Senkung der Jahresprognose für das Betriebsergebnis auf minus 700 Millionen Euro veranlasst. Richtig aufwärts soll es erst wieder im folgenden Jahr gehen. Nun belegen Daten aber, dass der Verkauf der auf Halde liegenden Yeezy-Produkte deutlich besser läuft als erwartet.
JPMorgan hat nun das Kursziel für Adidas von 185 auf 195 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analystin Olivia Townsend verwies darauf, dass die Aktie des Sportartikelherstellers seit Jahresbeginn im Branchenvergleich überdurchschnittlich zugelegt hat. Weitere Kursgewinne hingen von Geschwindigkeit und Ausmaß der Trendwende bei der Marke sowie bei der Geschäftsentwicklung ab. Im besten Fall könnten das Wachstum sowie das Margenpotenzial zu einem fairen Wert von bis zu 300 Euro je Aktie führen. Ihre Schätzung für das operative Ergebnis liege 2024 rund 40 Prozent über der Konsensprognose.
Von den guten News kann Adidas im frühen Handel profitieren: Kurz nach Xetra-Start notiert die Aktie mehr ein Prozent höher und zieht an die DAX-Spitze. Der Aufwärtstrend seit Anfang November ist somit intakt. Nach unten sichert wiederum der GD200 bei 145,52 Euro ab.
Der Turnaround bei Adidas läuft. Kursziel des AKTIONÄR: 220 Euro, Stopp: 130 Euro.
(Mit Material von dpa-AFX)