Die US-Kartellbehörden wollen die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft verhindern. Die Richterin hat um eine Faktenfeststellung bis Ende Juni gebeten und könnte daher bereits nächste Woche über die Blockade des 69-Milliarden-Dollar-Deals entscheiden. Dabei geht es um nichts Geringeres als den bisher größten Kauf in der Gaming-Branche.
Die geplante Übernahme von Activision Blizzard steht in den kommenden Tagen vor einer harten Prüfung. Die US-Kartellwächter sind entschlossen, den 69-Milliarden-Dollar-Deal vor Gericht zu stoppen. (DER AKTIONÄR berichtete.)
Donnerstag ist der letzte Tag des geplanten fünftägigen Prozesses. Somit könnte bereits nächste Woche eine Entscheidung feststehen. Wann genau die Richterin ihren Beschluss fasst, spielt eine wichtige Rolle, denn der Deal enthält eine Deadline bis zum 18. Juli. Danach haben die Parteien die Option, sich zurückzuziehen, die Frist zu verlängern oder den Deal erneut zu verhandeln.
Der Aktie fehlen momentan die Impulse, um das Allzeithoch bei 345,26 Dollar zu erreichen. Seitdem sie sich im Juni genau an diesem Widerstand vergeblich versucht hat, notiert sie charttechnisch in einem Seitwärtskorridor. Eine Zulassung des Deals könnte der Aktie den nötigen Schub verleihen, den es für höhere Kurse benötigt. Bricht Microsoft aus der Range nach oben aus, befindet sich das nächste Ziel am Allzeithoch bei 344,32 Dollar. Lässt die Aktie auch dieses Hoch hinter sich, steht die 200%-Fibonacci-Erweiterungslinie bei 375,03 Dollar im Fokus.
Eine Zustimmung ist momentan alles andere als sicher, die Übernahme ist damit aber nicht vom Tisch. Sollte sie unerwartet genehmigt werden, dürfte das die Aktie beflügeln. Microsoft würde somit auf einen Schlag zum größten Cloud-Gaming-Anbieter der Welt aufsteigen. Charttechnisch ist bei der AKTIONÄR-Empfehlung Ruhe eingekehrt, was nach solch einer Rally durchaus normal ist. Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ist ein Ausbruch über die Seitwärtsrange erforderlich.