Erneut aufflammende Zinssorgen bringen den Markt am Donnerstag wieder unter Druck. Auch die Aktie von SMA Solar kann sich dem negativen Trend nicht entziehen. Zum schwachen Gesamtmarkt kommt noch eine Abstufung von Analystenseite hinzu. Berenberg rückt dabei die Marge wieder in den Fokus.
Das dritte Quartal sei zwar solide ausgefallen und auch die Auftragsentwicklung sei gut, so Analyst Lasse Stüben. Allerdings wartet er noch auf Beweise für eine nachhaltige Verbesserung der Marge – zumal der Ausblick des Managements auf 2022 wegen der Liefer-Engpässe vorsichtig ausgefallen war. Der Experte bestätigte zwar sein Kursziel von 46 Euro, stufte die Aktie allerdings von „Buy“ auf „Hold“ ab.
An der Börse sorgt die Abstufung für ein Minus von mehr als vier Prozent. Die deutlichen Gewinne nach den starken Zahlen sind damit bereits nach rund zwei Wochen wieder vollständig verpufft. Der Ausbruch aus dem Abwärtstrend entpuppte sich dabei als Bullenfalle, das Chartbild hat sich somit wieder deutlich eingetrübt.
Die Marge bleibt das Problem bei SMA Solar. Angesichts der hohen Volatilität ist die Aktie zudem traditionell nichts für schwache Nerven. DER AKTIONÄR favorisiert den Wettbewerber Enphase, der sowohl bei der Technologie als auch an der Börse weiter den Ton angibt.