Das Chartbild der Nio-Aktie hat den Anlegern zuletzt wenig Grund zur Freude bereitet. Am Freitag verzeichnete die Aktie jedoch wieder Kursgewinne und baute diese am Montag aus. Mit knapp 14 Prozent notierten die Papiere am Nachmittag deutlich im Plus. Grund hierfür dürften zwei positive Analystenstimmen sein.
So erhöhte die Bank of America ihr Kursziel von 29 auf 30 Dollar und bestätigte ihre Kaufempfehlung. Die Großbank lobte den Produktzyklus und betonte, dass die Einführung des mittelgroßen SUVs ES7 im August die Bestellungen der älteren SUV-Modelle kaum beeinflusste. Aufgrund des umfassenden Produktportfolios und der Markteinführung der zweiten Generation verschiedener Modelle, rechnet die Bank mit anhaltender Nachfrage und einem größeren Volumenwachstum als bei den chinesischen Konkurrenten XPeng und Li Auto.
Weiter bullish bleibt auch die Deutsche Bank für Nio gestimmt. Das Geldhaus bestätigte zum Wochenauftakt die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 39 Dollar. Für die Analysten der Deutschen Bank sind vor allem zwei Punkte entscheidend: Zum einen könnte Mittelklasse-Limousine ET5 in kürzester Zeit zu einem der meistverkauften Premium-Modelle werden. Wenn Nio sein neues Werk nutzt, ist das durchaus möglich, der ET5 erhielt innerhalb kurzer Zeit über 200.000 Vorbestellungen. Als zweiten Punkt führt die Deutsche Bank die aktuellen Nio-Fahrzeuge an, die trotz höheren Alters und höherer Preise als Produkte der Konkurrenz relativ stabile Verkaufszahlen liefern. Das zeige eine durchdachte Preisgestaltung und einen Fokus auf die Marke und die Serviceleistungen.
Mit den hohen Kursgewinnen konnte Nio den Abverkauf zuletzt wiedergutmachen. Das Unternehmen ist aufgrund interessanter Technologien, einer starken Software und eines starken Produktportfolios spannend. Jedoch wurde die Aktie zuletzt unglücklich ausgestoppt. Watchlist!