Seit rund zwei Jahren sollen sich die Verhandlungen zwischen der Allianz und der spanischen Bank BBVA über eine Zusammenarbeit nun schon hinziehen. Die Spanier seien auf der Suche nach einem globalen Partner für das Sachversicherungsgeschäft. Laut der spanischen Zeitung Cinco Dias steht ein Deal kurz vor dem Abschluss.
Die spanische Zeitung beruft sich auf Personen, die nicht namentlich genannt werden wollen. Es heißt, dass die Allianz mehr als 50 Prozent am Non-Life-Versicherungsgeschäft übernehmen soll. Der Münchner Versicherer würde so Zugang zu mehr als 2.000 Niederlassungen erhalten. Zu Beginn der Verhandlungen lag der Preis für so einen Deal angeblich bei etwa einer Milliarde Euro.
Ein Sprecher der Allianz wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Doch erscheint eine Vollzugsmeldung nicht unwahrscheinlich, nachdem sich mehrere Konkurrenten der Allianz aus dem Bieterwettkampf zurückgezogen haben sollen.
Die Allianz hat auf jeden Fall die Mittel, einen solchen Abschluss zu stemmen. Er erscheint auch auf den ersten Blick als strategisch sinnvoll. Grundsätzlich bleibt die Allianz langfristig interessant.
Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz.