Nun ist es amtlich: Die Allianz und die australische Bank Westpac haben sich auf den Kauf des allgemeinen Assekuranzgeschäfts der Australier verständigt (DER AKTIONÄR berichtete). Wie die Münchner heute Nacht MEZ mitteilten, hat die Sparte mit den Einheiten Westpac General Insurance und Westpac General Insurance Services für einen Preis von 725 Millionen Australischen Dollar (rund 445 Millionen Euro) den Besitzer gewechselt. Für die Allianz ein sehr guter Deal.
Das allgemeine Versicherungsgeschäft von Westpac umfasst unter anderem Hausrat- und Kfz-Versicherungen und spielte in den ersten neun Monaten Prämieneinnahmen von 555 Millionen australischen Dollar ein. Im Zuge des Deals hat die Allianz das Recht, für die nächsten 20 Jahren Westpac-Kunden Versicherungen anzubieten. Zuvor hatte die australische Wirtschaftszeitung Financial Review über die anstehende Transaktion zwischen den beiden Unternehmen berichtet. Vor gut sechs Wochen war bekannt geworden, dass die beiden Finanzkonzerne Gespräche führen.
Mit dem Abschluss wird den Angaben zufolge in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres gerechnet. Westpac und die Allianz arbeiten bereits seit 2015 zusammen. Die Allianz stärkt mit der Transaktion Rang 3 auf dem australischen Markt für allgemeine Versicherungen. Die beiden Platzhirsche sind Australia Group und Suncorp.
Die Münchner bezahlen nach Schätzungen der Credit Suisse rund das 10-Fache des Gewinns für das Assekuranzgeschäft. Normal seien 15 bis 20, so die Analysten. In Verbindung mit dem Vertrag, Westpac-Kunden Versicherungen anbieten zu können, erschienen sogar noch höhere Multiplikatoren möglich.
Der Allianz schein ein klasse Deal gelungen zu sein. DER AKTIONÄR bleibt daher positiv für die Aktie.
mit Material von dpa-AFX
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