Der Eurokurs klettert am Mittwoch wieder über die Marke von 1,35 Dollar. Der kurzfristige Aufwärtstrend bleibt damit intakt. Alle Augen richten sich aber heute schon auf die EZB-Sitzung am Donnerstag.
Um 10:00 Uhr wird am heutigen Mittwoch mit dem Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Oktober eine stark beachtete Umfrage unter Unternehmensentscheidern veröffentlicht. Ökonomen erwarten einen Wert von 52,3. Gute Konjunkturdaten dürften den Euro wieder stützen, während schlechte den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöhen würden, die Zinsen erneut zu senken. Die Notenbank sieht sich gegenwärtig schon mit einem sehr schwachen Preisauftrieb im Währungsraum konfrontiert. Beobachter rechnen deswegen auf absehbare Zeit mit einer abermaligen geldpolitischen Lockerung, was den Euro zuletzt stark belastet hatte.
Trend hält - noch
Rein charttechnisch betrachtet befindet sich der Eurokurs trotz des starken Rücksetzers von 1,38 auf unter 1,35 Dollar immer noch in dem seit Juli gültigen Aufwärtstrend. In den zurückliegenden drei Handelstagen verliefen alle Tests erfolgreich.
Bei einem Trendbruch würde sehr schnell die Marke von 1,34 Dollar in den Fokus geraten. Würde auch diese unterschritten, müssten Anleger mit weiteren Kursverlusten in den Bereich von 1,31 Dollar rechnen. Dort verläuft das Septembertief.
Abwarten
DER AKTIONÄR empfiehlt, vor dem Treffen der europäischen Notenbanker die Füße still zu halten. Erst nach dem Zinsentscheid wird eine neue Handelsempfehlung abgegeben.