Digitale Vermögenswerte gewinnen weiter an Bedeutung. PayPal ermöglicht Nutzern in den Vereinigten Staaten und den US-Territorien daher ab sofort den direkten Kauf, Verkauf, die Verwahrung und den Transfer von Solana und Chainlink. Damit geht das Unternehmen einen entscheidenden Schritt, um im Kryptomarkt Fuß zu fassen.
Bisher konnten Kunden PayPal lediglich als Zahlungsmethode nutzen, um Solana oder Chainlink über den kryptospezifischen Dienstleister MoonPay zu erwerben. Dass PayPal-Kunden nun dieser Zwischenschritt erspart wird, steigert die Benutzerfreundlichkeit und dürfte die Akzeptanz der Kryptowährungen steigern. Die Kurse von Solana und Chainlink ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und notierten nach der Ankündigung weitgehend unverändert.
PayPal ist bereits seit Oktober 2020 im Kryptomarkt aktiv. Damals startete der Zahlungsdienstleister mit der Unterstützung von Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash für US-Kunden. Im August 2023 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um PayPal USD (PYUSD), einen an den Dollar gekoppelten Stablecoin.
Die vorsichtige Herangehensweise von PayPal bei der Listung neuer Kryptowährungen dürfte auf die früheren Unsicherheiten im US-Regulierungsrahmen zurückzuführen sein. Bundesbehörden sind in der Vergangenheit wiederholt gegen die Kryptoindustrie und ihre digitalen Assets vorgegangen, was bei institutionellen Akteuren Unsicherheit auslöste.
Im Juni 2023 reichte die US-Börsenaufsicht SEC Klagen gegen die Kryptobörsen Binance und Coinbase ein, wobei Solana als potenzielles, nicht registriertes Wertpapier ins Visier geriet. Inzwischen hat die SEC ihre Klage gegen Coinbase zurückgezogen und die Verfahren gegen Binance pausiert. Im Juli 2024 verzichtete die Behörde zudem im Rahmen des Binance-Falls auf eine gerichtliche Klärung des Status von Solana als Wertpapier.
Mit der Integration von Solana und Chainlink unterstreicht PayPal seinen Anspruch, eine zentrale Rolle im Zahlungsverkehr zu spielen - ein Schritt, der sowohl für Anleger der PayPal-Aktie als auch für die breite Akzeptanz digitaler Währungen von Bedeutung sein könnte. Von einem Einstieg in die PayPal-Aktie ist derzeit jedoch abzuraten, da das Chartbild keinen Anlass zu Optimismus gibt.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.