Der DAX dürfte mit leichtem Minus in den Aschermittwoch starten. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex rund zweieinhalb Stunden vor dem Handelsstart 0,2 Prozent tiefer auf 15.374 Punkte. Damit orientiert sich der DAX wieder Richtung Vortagestief bei 15.286 Punkten. Die 21-Tage-Linie als Indikator für den kurzfristigen Trend wird wohl einem neuerlichen Test unterzogen.
An der Wall Street war es tags zuvor kräftig bergab gegangen, wobei die Verluste nach dem anfänglichen Rutsch nach dem europäischen Handelsende noch etwas ausgeweitet wurden. "Zinsängste verderben die Marktstimmung", so fasste die Credit Suisse das Geschehen zusammen. In Asien schlossen sich die Indizes am Morgen dem negativen Trend an.
Die US-Börsen haben am Dienstag nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende kräftige Kursverluste eingefahren. Am Rentenmarkt stiegen zugleich die Renditen von US-Staatsanleihen deutlich. Die Sorge, dass die Verringerung des Inflationstempos nicht stark genug sei, um die durch steigende Preise von statten gehende Geldentwertung zu dämpfen, habe die Wall Street belastet, sagte Marktexpertin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown. "Die Anleger sind aufgewacht und realisieren inzwischen, dass in den USA weitere Zinserhöhungen erforderlich sein werden – vielleicht sogar drei kurz hintereinander, um die Preisspirale einzudämmen."
Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Mittwoch schwächer tendiert. Die Kursverluste in New York dämpften auch in Asien die Stimmung. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 1,3 Prozent schwächer. Der techwertelastige Hongkonger Hang-Seng-Index sank um 0,2 Prozent und der CSI-Index mit den 300 wichtigsten Werten der Börsen Shanghai und Shenzhen gab um 0,7 Prozent nach.
Auf der Konjunkturseite steht am Vormittag der ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus, am späteren Abend das Protokoll der geldpolitischen Notenbanksitzung in den USA. Auf Unternehmensseite fällt der Blick nach Vorab-Zahlen am Dienstagabend auf Fresenius und die Tochter Fresenius Medical Care. Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat mit Renáta Kellnerová eine neue Großaktionärin. Im Streit um die milliardenschwere Übernahme des Spieleherstellers Activision Blizzard hat Microsoft Übereinkünfte mit Konkurrenten bekanntgegeben. Mercedes-Benz gibt im Tagesverlauf ein Update zur Software- und Hardware-Strategie des Unternehmens. Und am Abend veröffentlicht Nvidia nachbörslich seine Zahlen.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.