Trotz der schlechten Zahlen vom letzten Freitag konnte die Aktie der Allianz in den vergangen Tagen ordentlich Boden gut machen. Auch heute notiert der Titel wieder satt im Plus. Sollten Anleger jetzt zugreifen?
Die Allianz bleibt nicht nur bei der Kursentwicklung auf Expansion getrimmt. Weiter wachsen wollen die Münchener auch im Geschäft mit Vermögensverwaltungen. Bei der Tochter Pimco hat das für Kunden verwaltete Vermögen in den letzten drei Jahren um 100 Milliarden auf 1,3 Billionen Euro abgenommen. Vor allem aus den Anleihefonds zogen Anleger ihr Geld ab.
Doch die Allianz will den Turn-around in dem Segment schaffen. Über den Vorstandswechsel bei Pimco zum November 2016 hatte der AKTIONÄR berichtet (LINK). Aber das ist noch nicht alles. Nach der Übernahme des Anleihespezialisten Rogge Global Partners rücken jetzt weitere Ziele ins Visier. „Wir halten aktiv Ausschau nach Start-ups oder anderen Unternehmen, die zu unserem Portfolio passen“, so Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer.
Analysten weiterhin optimistisch
Peter Elliot, Analyst bei Kepler Cheuvreux, hat seine Meinung zur Allianz wegen der Zahlen nicht grundsätzlich geändert. Das Kursziel hat der Analyst zwar von 157 auf 155 Euro gesenkt. Das Rating lautet aber unverändert „Buy“. „Die Unsicherheit, ob die Allianz ihre Ziele erreichen kann, ist durch die Zahlen nicht kleiner geworden. Der Konzern ist allerdings dafür bekannt, seine Versprechen einzuhalten“, so Elliot.
Dabeibleiben
Die Allianz-Aktie steigt auch heute im Windschatten des DAX. Mit einem KGV von derzeit 9 und einer Dividendenrendite von 5,6 Prozent ist das Unternehmen auch im Peer-Group-Vergleich vorne mit dabei. Nach dem Ausbruch über den Widerstand bei 130 Euro hat sich das Chartbild merklich verbessert. Investierte Anleger bleiben dabei.