Die Adidas-Aktie sorgt auch 2017 für Furore. Nachdem der Sportartikelhersteller am Donnerstag starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt hat, markierte die Aktie ein neues Allzeithoch. Hat die Aktie jetzt noch Luft?
Fakt ist: Adidas hat zwar die operative Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent gesteigert und Umsatz und Gewinn merklich erhöht. Doch auf Adidas-CEO Kapser Rorsted wartet noch jede Menge Arbeit. Vor allem in den USA. Im Interview mit Bloomberg sagte Rorsted, er sei nicht glücklich mit der Position des Konzerns in Amerika. Allerdings werde Adidas in den USA weiter stärker wachsen als der Markt.
Adidas war im ersten Quartal beim Umsatz in Nordamerika um 31 Prozent gewachsen. In keiner anderen Region legten die Erlöse derart stark zu. Allerdings liegt der Marktanteil von Adidas im wichtigen Geschäft mit Sportschuhen und Sneakers lediglich bei rund elf Prozent. Nike kommt auf einen Marktanteil von 46 Prozent.
Doch Analysten halten es für wahrscheinlich, dass Adidas in den kommenden Jahren mächtig Boden gutmacht in den USA. Bis 2020 soll der Marktanteil bei Sportschuhen auf 15,4 Prozent wachsen. Aber das Ende der Fahnenstange sollte damit noch nicht erreicht sein: 2005 kamen Adidas und Reebok nämlich auf einen Marktanteil von 18,7 Prozent.
Entscheidend für den Aktienkurs wird zudem sein, welche Fortschritte Rorsted bei der Profitabilität macht. Derzeit kommt Adidas auf eine Nettomarge von 6,3 Prozent, Nike auf 11,8 Prozent. Neun Prozent Nettomarge für Adidas im Jahr 2020 sind realistisch. Dadurch sinkt das 2020er-KGV für Adidas auf 15 sinkt. Nike dürfte in Sachen Profitabilität nahe am Limit sein, sodass die Aktie für 2020 mit einem KGV von 17 höher bewertet ist.
Da geht noch was
Angesichts dieser Rechnung ist die Adidas-Aktie mit einem aktuellen 2017er-KGV von 29 nicht zu teuer. DER AKTIONÄR bleibt bei seinem Kursziel von 210 Euro, der Stopp sollte knapp unterhalb der 200-Tage-Linie bei 150 Euro gesetzt werden.
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ISBN: 9783864702853
Seiten: 244
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