Die Adidas-Aktie ist inzwischen über die psychologisch wichtige 70-Euro-Marke geklettert. Der Sportartikelhersteller zählt auch am Donnerstag zu den stärkeren Werten im DAX. Trotz anhaltender Schwierigkeiten im Wettbewerbsumfeld rückt das Jahreshoch damit langsam wieder ins Visier der Anleger.
Im Fokus steht am Donnerstag vor allem eine aktuelle Studie der britischen Investmentbank HSBC. Analyst Erwan Rambourg hat das Kursziel für Adidas vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August von 76 auf 79 Euro angehoben. Die Einstufung lautet allerdings weiterhin „Hold“. Der Sportartikelhersteller sollte im zweiten Quartal ein ordentliches Umsatzwachstum verbucht haben, so Rambourg. Die Margenentwicklung dürfte jedoch weiterhin enttäuschen. Dieser Trend könnte sich wegen negativer Währungseffekte und eines verschärften Wettbewerbs in den kommenden 18 Monaten fortsetzen. Der Experte kürzte seine Gewinnschätzungen je Aktie für 2016 und 2017.
Zwei Seiten
Analyst Jürgen Kolb von Kepler Cheuvreux sieht die Lage bei Adidas ebenfalls zwiespältig. Die Umsatzdynamik der Marken Adidas und Reebok sollte im zweiten Quartal angehalten haben. Dagegen dürfte Taylor Made enttäuschen – die Jahresziele für die Golfartikel-Sparte hält der Experte für nicht mehr erreichbar. Dennoch sollte Adidas den Konzernausblick bestätigen. Kolb bestätigte deshalb seine Kaufempfehlung mit Kursziel 83 Euro.
Halten
Die Lage bei Adidas hat sich nach dem Seuchenjahr 2014 zwar wieder stabilisiert, die Probleme sind aber noch nicht aus der Welt geräumt. Charttechnisch hat sich das Bild zuletzt ebenfalls etwas aufgehellt, bei rund 73 Euro wartet allerdings der nächste Widerstand auf dem Weg zum Jahreshoch. Für den AKTIONÄR bleibt die Aktie eine Halteempfehlung, der Stoppkurs liegt bei 57,80 Euro.
(Mit Material von dpa-AFX)
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