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Rocket Internet: Erster Kurs 42,50 Euro – Aktie verkaufen!

Rocket Internet: Erster Kurs 42,50 Euro – Aktie verkaufen!
Foto: Börsenmedien AG
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Jochen Kauper 02.10.2014 Jochen Kauper

Noch am Anfang der Woche wurde die Aktie von Rocket Internet im Graumarkt zu Kursen von über 60 Euro gehandelt. Der erste Kurs an der Börse fiel dann doch etwas niedriger aus, nämlich 42,50 Euro. Damit ist die Firma der Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer mit 6,7 Milliarden Euro bewertet. Extrem sportlich für ein Unternehmen, dem es nicht primär darum geht, Innovationen zu schaffen.

Next Step

Rocket Internet hat seinen Hauptsitz in Berlin. Unter dem Dach von Rocket Internet haben die Samwers in den letzten Jahren eine Maschinerie in Gang gesetzt, die ihresgleichen sucht. Fast im Wochenrhythmus werden neue Internetbuden aus dem Boden gestampft. Ob Mode, Lebensmittel oder Möbel – bei Firmen von Rocket Internet kann mittlerweile im Web fast alles bestellen. Das alles, läuft immer nach demselben Schema ab: Die Samwers kopieren Geschäftsmodelle, die sich in anderen Ländern durchgesetzt haben. Heißt: Bei Rocket Internet entstehen Klone. Keine kreativen, neuen Internetfirmen, sondern einfache Kopien erfolgreicher Internetfirmen wie Amazon, Facebook oder ebay.

Wette auf Afrika und Lateinamerika

Diese Klone werden dann rund um den Globus „ausgesetzt“.  Zum Beispiel in Afrika, Russland und Lateinamerika. Dort heißen die Firmen dann Dafti, Lamoda oder Linio. Die meisten agieren in Märkten mit einem niedrigen Pro-Kopf-Einkommen und schlechter Infrastruktur. Und dennoch: „Auf der einen Seite sind das sehr interessante Märkte, weil sie ein hohes Wirtschaftswachstum aufweisen. Das Potenzial ist enorm. Auf der anderen Seite hat man in diesen Emerging Markets ganz andere Strukturen, wenn man zum Beispiel nur mal auf die Versandkosten blickt“, sagt Jörg Funder, Handelsexperte von der Hochschule Worms.

Geldvernichter

Die Samwers haben mittlerweile eine gigantische Maschinerie im Start Up-Segment in Gang gesetzt. Mehr als 300 Tochterfirmen gehören mittlerweile zum Imperium. Um die Maschine am laufen zu halten, brauchen die Samwers Geld, sehr viel Geld! Der Börsengang war quasi ein „Muss“. Wer in Rocket Internet investiert, investiert in die Zukunft, in Internet-Klone, in Emerging Markets, eine gigantische Black-Box. Es ist nicht absehbar, wann oder ob die Klone von Rocket Internet in Russland, Afrika überhaupt irgendwann Geld verdienen werden. Rocket Internet viel zu hoch bewertet. Lediglich die Großaktionäre dürfen in Jubelstimmung verfallen.

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