+++ Geheimplan für Deutschland? +++

Mega-IPOs: Pinterest, Lyft, Uber – und mit Nexi drängt ein Wirecard-Mitbewerber aufs Parkett

Mega-IPOs: Pinterest, Lyft, Uber – und mit Nexi drängt ein Wirecard-Mitbewerber aufs Parkett
Foto: Börsenmedien AG
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Börsen. Briefing. 24.03.2019 Börsen. Briefing.

In den IPO-Markt kommt in den nächsten Wochen Bewegung. Nach Lyft und Uber hat jetzt auch die Fotoplattform Pinterest den Gang an die Börse angekündigt. Im Mittelpunkt des Neuemissionsgeschehens stehen damit ganz klar die US-Börsen. Doch auch in Europa bahnt sich ein Milliarden-IPO an. In Italien testet der Wirecard-Mitbewerber Nexi die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer auf dem alten Kontinent.

Auf die große Flaute folgt am IPO-Markt jetzt ein regelrechter Sturm. Nach dem Fahrtdienstvermittler und Sixt-Partner Lyft, das eine Notiz an der Nasdaq anstrebt, hat auch Wettbewerber Uber seine IPO-Pläne öffentlich gemacht. Mit der Fotoplattform Pinterest könnte nun innerhalb kürzester Zeit das dritte Milliarden-IPO über die Bühne gehen. Pinterest geht mit roten Zahlen an die Börse, aber auch mit deutlichem Wachstum. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 755,9 Millionen Dollar, wie aus dem am Wochenende veröffentlichten Börsenprospekt hervorgeht. Den Verlust drückte Pinterest von 130 Millionen Dollar im Jahr 2017 auf 63 Millionen Dollar. Ende vergangenen Jahres brachte es Pinterest auf 265 Millionen aktive Nutzer.

Geld nimmt Pinterest vor allem durch Werbung ein - bezahlte "Pins", die den Nutzern angezeigt werden. Dabei hat die Firma zwar deutlich mehr Nutzer außerhalb der USA (mehr als 180 Millionen) als im Heimatmarkt (gut 80 Millionen). Doch das Geld macht Pinterest fast nur zuhause: In den USA liegt der Erlös pro Nutzer bei 3,16 Dollar, im Rest der Welt dagegen bei 9 US-Cent. In Deutschland brachte Pinterest seine Werbeplattform gerade erst an den Start. In den USA bietet die Firma auch "Pins" an, in denen Artikel erworben werden können. Inzwischen gibt es für Unternehmen auch Software-Werkzeuge, mit denen sie ihren gesamten Produktkatalog in solche "Shopping-Pins" verwandeln können. 

Das Start-up aus San Francisco will seine Aktien unter dem Tickerkürzel "PINS" an der New York Stock Exchange listen lassen. Wie viel Geld Pinterest beim Börsengang bei Anlegern einsammeln will, ist noch unklar. Im Wertpapierprospekt steht zunächst nur ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar. Das Wall Street Journal hatte im Februar unter Berufung auf Insider berichtet, dass Pinterest eine Gesamtbewertung von mindestens zwölf Milliarden Dollar anstrebe – dem Wert aus der jüngsten Finanzierungsrunde. 

Pinterest folgt mit seinen Plänen wie eingangs erwähnt auf den Fahrdienstvermittler Lyft. Für die kommenden Monate wird eine Welle von Tech-Börsengängen erwartet: Folgen dürften unter anderem der größere Lyft-Rivale Uber, der Unterkunften-Vermittler Airbnb und der Messaging-Dienst Slack.

Unterdessen bahnt sich auch in Europa ein Milliarden-IPO an. Der Zahlungsdienstleister und Wirecard-Mitbewerber Nexi strebt an die Börse in Mailand. Die bisherigen Eigentümer Bain Capital, Advent und Clessidra streben Agenturmeldungen zufolge eine Bewertung von rund acht Milliarden Euro an. Es wäre einer der größten Börsengänge in Europa – und im Erfolgsfall ein weiteres klares Indiz für den Hunger der Anleger nach Unternehmen aus dem schnell wachsenden Payment-Sektor. Erst vor wenigen Tagen hatte der US-Fintech-Konzern Fidelity National Information Services angekündigt, Wettbewerber Worldpay für 35 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen.

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Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

Mit Material von dpa-AFX

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